Daten des Landes




TOURISMUS - VISION
INFORMATIONSREISE TÜRKEI

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L Y K I E N & TÜRKISCHE RIVIERA

von
MedienGroupDeutschland

Will man die Türkei richtig kennen lernen, genügt es nicht, Museen, Basare und Badeorte zu besuchen. In der Türkei gibt es viele Bräuche, Rituale, und Traditionen, die Touristen nicht vorenthalten werden. Beides ist in der Türkei sehr eng verbunden.  Alte Bräuche werden gepflegt. Ältere Menschen wird sehr viel Respekt gezeugt. Überhaupt geht man höflich und gesittet miteinander um. Wir wollen versuchen, Ihnen die Kultur, Tradition und Brauchtum des Landes etwas näher zu bringen.

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L Y K I E N

Aus dem Lexikon :

Lykien, vom lateinischen Lycia, eine antike Landschaft im Westtaurus, zwischen dem Golf von Fethiye und dem Golf von Antalya gelegen, ursprünglich das Land Milyas.

Etwa Anfang des 12. Jahrhunderts v.Chr. kamen Lykier als Einwanderer aus Kreta . Um 540 v.Chr. wurden diese Lykier von den Persern unter König Kyros dem Großen unterworfen. Nach der Eroberung durch Alexander dem Großen von Makedonien im 4. Jahrhundert v. Chr. und der Diadochenzeit wurde Lykien in das griechisch-makedonische Reich eingegliedert. Durch den 3. Makedonischen Krieg 168 v. Chr. wurde die römische Oberhoheit begründet und Lykien für frei erklärt. 43 n.Chr. wurde Lykien römische Provinz. Die Überreste der lykischen Kultur in Gräbern, Tempeln und Theatern weisen einen starken griechischen Einfluss auf.
(basierend auf MS-Encarta 2003)


Die Küste Lykiens zwischen Fethye und Kemer ist ein echtes Dorado für Romantiker und andere....

Olivenhaine - Pinienwälder - Fischerdörfer sowie zahlreiche stille Buchten bestimmen die herrliche Landschaft, die sich hier wie eine geballte Faust ins Mittelmeer zieht. Unberührte Natur - Tradition, Gastfreundschaft und Stille - das gibt es  tatsächlich  noch.

Lykien wird auch die Heimat der Götter genannt. Die Landschaft gehört unter anderem zu den schönsten der Türkei. Klippen, Halbinseln, Traumstrände, Schwemmland und fischreiche Lagunen wechseln sich an der Küste ab. Pinienwälder reichen sehr oft bis ans Meer. Die versteckten kleine Buchten sind vom Land aus manchmal nur über Schotterpisten zu erreichen.

Über die Baukunst der Lykier stolpert man förmlich: Sarkophage stehen im Wasser oder auf den Wiesen herum. Aber auch von sehr gut erhaltenen Felsgräbern wird man oft von Ort zu Ort begleitet.

F E T H I Y E

 

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Diese Stadt gehört zu den schönsten Küstenorte der Türkei und zu dem best entwickelten Ferienorten. Die Kreisstadt mit ca. 50 000 Einwohnern, ist die größte Stadt an der Küste zwischen Izmir und Antalya, das urbare Zentrum an der Lykischen Küste. Im Süden eines weiten Golfs mit zahlreichen idyllischen Inseln gelegen, wurde Fethiye schon früh vom Tourismus entdeckt. Heute werden unter diesen Namen die neuen Hotelzonen an der berühmten Landzunge  "Ölü- Deniz“, in Hisarönü (beide im Süden der Stadt), am CalisStrand und an den Küsten im Norden des Golfs vermarktet. Dabei hat sich Fethiye selbst den Charakter einer türkischen Mittelstadt bewahren können - noch dreht sich hier nicht alles um  SUN - FUN.

Das moderne Fethiye steht auf den Ruinen des lykischen Telmessos. 1856 und 1958 ebneten Erdbeben die meisten antiken Bauwerke ein. Doch ein römisches Theater in Hafennähe blieb erhalten und wurde vor einiger Zeit freigelegt. Zwischen Rathaus und Postamt steht der bedeutendste der altlykischen Sarkophage, die auf das 4.Jhrd.v.Chr. zurückgehen. Weiter gut erhaltene Sarkophage sind in dem noch eher dörflichen Stadtteil unterhalb des Steilfelsens im Süden zu finden, teils in Gärten, teils sogar mitten auf der Strasse.

Ebenfalls sehenswert sind die berühmten Felsengräber von Fethiye, die über dem Markt in den Fels gehauen sind, das prächtigste das  Grab des Amyntas  mit imposanter, aus dem Fels geschnittenen Fassade in Form einer ionischen Tempelfront und stammt aus dem 4.Jhrd.v.Chr. Auf dem Akropolis- Plateau weiter östlich blieben nur die Grundmauern einer Johanniterburg erhalten. Von hier hat man einen schönen Blick über Fethiye, seine abgeschirmte Bucht mit seinen Stränden. Vor allem am Abend, wenn der lange Sonnenuntergang die Stadt und den östlich aufragenden Ak-Dag in ein warmes Licht taucht, zeigt sich Fethiye  von der schönsten Seite. Am schönsten ist Fethiye natürlich im Altstadtkern, der zwischen der Anhöhe der antiken Akropolis im Süden und dem Jachthafen im Osten liegt.

Das berühmte Fleckchen Erde ist natürlich die in jedem Reisekatalog abgebildete Lagune Ölüdeniz, und für viele die schönste Bucht der ganzen Türkei, inmitten eines Naturschutzgebietes gelegen. Der breite, feinsandige Strand fällt flach ins glasklare Wasser.

Hinter dem von Restaurants gesäumten Strand befinden sich kleinere Hotelanlagen, Pensionen und Campingplätze. Der angrenzende Berg, Bab Dag (1900 m), ist Startplatz für Gleitschirmflieger, die über der Lagune schweben. Nur an wenigen Plätzen der Welt gibt es ähnlich gute Bedingungen für dieses Freizeitvergnügen. Aktivurlauber kommen an den türkischen Küsten voll auf ihre Kosten.

 

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Bei Ölüdeniz beginnt auch der Lykische Weg, der erste Langstrecken Wanderweg der Türkei, der nach Antalya führt,

 ... ein Lykischer Wanderweg  

Mitten durch Lykien, das wie eine Faust südwestlich von Antalya ins Mittelmeer drückt, führt einer der faszinierernsten Wanderstrecken der Welt, der über 500 km lange Lykische Wanderweg. Er führt entlang der wild zerklüfteten Südwestküste durch eine fast dreitausendjährige Geschichte, vorbei an verborgenen Buchten, rätselhaften Steingräbern, Felswänden, übersät mit Totenkammern und Sarkophagen, durch die Ruinen römischer Tempel und stolzer Städte, wie an den Hängen bei Arykanda und Xanthos. Insgesamt streift der Lykische Wanderweg fast 70 Ausgrabungsstätten. Zu seinen Höhepunkten gehören u.a. die Ruinen von Pinara- Patara, sowie die Stadt Kas mit ihrem gut erhaltenen hellenistinischen Theater. Auf den darrüberliegenden Hängen findet man sarkophagähnliche lykische Grabmäler.

Eine Wanderung entlang dieses Weges ist empfehlenswert.

Wir machen einen interessanten Abstecher in die "tote (unbewohnte) Stadt" Kaya Köy, die von ihren ehemaligen griechischen Einwohnern 1923 verlassen wurde. Auf dem Hügel über einer fruchtbaren Ebene stehen ca. 400 leere Häuser ohne Dächer - ohne Fensterrahmen- Dachbalken und Treppen. Kaya Köy ist eine Geisterstadt- und das nicht nur sprichwörtlich. Die Bewohner der umliegenden Dörfer sagen, dass es dort Geister und Gespenster gibt. Die Orthodoxe Kirche ist zwar renoviert worden, ebenso ein paar alte Häuser, doch bei den meisten bröckelt der Putz bereits schon wieder von den Wänden. Auf einem alten gepflasterten "Kaldran" ( = Maultierweg ) kann man durch das verlassene Dorf gehen. Diese Geisterstadt sollte man auf seinen Rundfahrten auf jeden Fall mit einbeziehen, denn sie ist wirtklich sehenswert und wird in unseren Tagen bereits teilweise touristisch vermarktet.

 

 

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K A S

http://mbdonline.de/lyk18.jpgDas Hafenstädtchen Kas konnte sich in den 90er Jahren zum beliebtesten Urlaubsort an diesem Abschnitt der Südküste mausern. Wohl unvermeidlich war damit ein schneller Bauboom verbunden, der leider auch vor den Hängen im Osten und den Lykischen Felsgräbern nicht halt machte. So hat sich die bebaute Fläche bis heute vervierfacht, die Bevölkerung verdoppelt. Doch der Blick bei der Anfahrt ist noch immer grandios. Man blickt auf die roten Walmdächern der Kleinstadt und die von Halbinseln und Inseln gerahmte Bucht.  

Kas ist ein Städtchen für Verliebte. Es liegt wunderbar romantisch an einem mit wilder Machia, den duftenden Sträuchern des Mittelmeeres, bewachsenen Gebirgshang, einem Ort, um einmal die Seele baumeln zulassen. Der schönste Spaziergang führt vom Hauptplatz mit seinem stolzen Atatürk - Denkmal  Uzunearsi Caddesi  vorbei an alten Häusern mit den für Kas so typischen Holzbalkonen. Erst am Marktplatz ändert sich das Bild. Hier wird alles noch viel unverfälschter. Nur wenige Schritte entfernt thront der prächtigste Lykische Sarkophag auf einem Podest aus dem 4.Jhrd.v.Chr..

Das elegante Kas liegt an einer der schönsten Buchten der  "Türkisküste"  gegenüber der griechischen Insel Kastlorzizion. Mit dem Tourismus wurde Kas  zu einem Geheimtipp unter den sogenannten "Rucksackurlaubern" aus Deutschland, Tauchsportlern und Yachtseglern, beliebt als Refugium ohne allzu überdimensionierte Hotelanlagen. Von Kas werden auch Bootsfahrten zur Insel Kekova angeboten.  Leider haben sich viele deutsche Reiseveranstalter zurückgezogen, dafür hat aber der Ort viel von seinem früheren Flair zurück gewonnen.

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K A L K A N

An den kargen Felshang geschmiegt, noch recht ursprünglich wirkende Fischerdorf, ohne jegliche Sehenswürdigkeiten. Die Häuser des Dorfes werden heute von einer Moschee überragt. Jahrhunderte lang bildeten die Griechen die Bevölkerungsmehrheit, woran die griechischen Stilelemente vieler Häuser in Hafennähe erinnern, so gesellen sich auch seit jüngster Zeit moderne, bunt gestrichene Villen auf den Hügeln. Gute Unterkünfte, einige große Hotelanlagen und eine ebenso Restaurantauswahl machen den Ort zur idealen Ausgangsbasis für die Erkundung der antiken Städte Xantos- Letoon und Patara.

So erstaunlich wie die Entwicklung von Kas, ist auch die des Ortes Kalkan. Doch ist hier, vor allem seit dem der Hafen für den Yachtverkehr ausgebaut worden ist, eine Art "Sylt der Türkei" entstanden. Bodrum ist längst überfüllt- und heute gilt Kalkan als der Geheimtipp in der Lykischen High Society. Inzwischen sind leider auch hier die Olivenhaine an der Küste im Westen fast vollständig durch Apartmentanlagen gewaltigen Ausmaßes ersetzt.

Wie, Kas war der Flecken bis Anfang der 20er Jahre von Griechen bewohnt- doch anders als dort wurde der Charakter der inzwischen sorgfältig renovierten im alten Zentrum nicht durch Neubauten zerstört. So hat sich die fast dörfliche Atmosphäre von Kalkan noch wenig verändert. Es laden hübsche Gassen zu Streifzügen ein. Am Hauptweg, der hinunter zum Hafen führt, hängen die bunt gemusterten Erzeugnisse der "TERZI" - der Schneider vor den Läden. Über Nacht kann man- im wahrsten Sinne des Wortes- in Kalkan zu neuer Garderobe kommen, natürlich maßgeschneidert. Nur wenige Stunden benötigen die Schneider, um leichte Sommerhemden, Hosen und luftige Kleider und Blusen zu nähen. Souvenierläden- Textilläden- Lederwarengeschäfte laden zum Shopping ein, ebenso kleine Restaurants wo man eine Kleinigkeit zur Stärkung zu sich nehmen kann. Alles in Allem ist Kalkan ein nettes kleines Städtchen, was vom Tourismus noch nicht so überlaufen ist. Deutsche Urlauber sind hier nur vereinzelt anzutreffen.

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P A T A R A

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Von Kalkan kommend erreicht man bei dem Dorf Yesilköv das weite Tal des Esen Cay, das im nahezu endlosen Sandstrand von Patara ausläuft. Die Ruinen dieser einst wichtigen Hafenstadt liegen bei dem Dorf Gelemis, das sich inzwischen zu einer bescheidenen Feriensiedlung entwickelt hat. Wer weite Sandstrände mag, findet hier den besten der Lykischen Küste. Der Zugang ist gebührenpflichtig, denn man muss am Schlagbaum vor der Nekropole Eintritt für die antike Stätte zahlen. Vereinzelt sieht man an den Straßenrändern, Studenten und Arbeiter, die Sarkophage freilegen.

Patara, die bedeutendste antike Hafenstadt, deren Ruinen von Flugsand überweht sind. Insgesamt gehört das Gebiet noch zu den einsamen Stätten in der Nähe eines Superstrandes, obwohl sich Jahr für Jahr immer mehr Touristen einfinden- nichts spricht sich schneller herum als ein „Geheimtipp“. Vom benachbarten Kalkan gibt es tägliche Bootsausflüge zum Strand von Patara, wo bereits einfache Lokalitäten entstanden sind. Man kann auch Segeltörns nach Patara unternehmen.

Im Dorf Gelemis wohnen sogenannten Rucksacktouristen. "Es bleibt zu hoffen, dass Naturschützer und Archäologen verhindern, dass Patara nicht das Schicksal anderer Stätte teilt (siehe Side )". Ein striktes Badeverbot  im Bereich von Patara wird auch künftig dafür Sorge tragen, dass dieser wunderbare Strand als unberührtes Erholungsgebiet erhalten bleibt. Er wird auch als der schönste Strand Europas genannt.

Neben einem traumhaften Strand bietet das Gebiet "Geschichte pur". So wurde hier u.a. der heilige Nikolaus geboren. Das Ruinengebiet von Patara ist mit einer Ausdehnung von fast 1,5 x 0,5 km ausgesprochen weitläufig. Im Frühjahr streckenweise sumpfig und fast nicht begehbar. An windigen Tagen wird der sehr feine Sand aufgewirbelt und erschwert die Bewältigung der weiten Wege. Sehenswert ist auch die Ruine eines hellenistischen Theaters von fast 70m Durchmesser, das teilweise unter Sand begraben liegt, sowie ein gut erhaltenes Stadttor aus dem Ende des 1.Jh. eine römische Basilika, teile einer Stadtmauer, der korinthische Tempel u.v.m..

 

http://mbdonline.de/lyk26.jpgDer Hafen ist inzwischen total versumpft und zu einem riesigen Schilfgebiet vor dem kilometerlangen Strand mit seinen weiten Dünenfeldern geworden. Touristisch ist das Gebiet noch nicht erschlossen, obwohl es bereits etliche private Pensionen und Hotels gibt. Hier könnte u.a. der sanfte Tourismus zum tragen kommen. Für Naturfreunde ist das gesamte, von Hügeln und Bergzügen umrahmte Gebiet interessant. Wie der bekannte Dalyan Strand ist auch der Strand von Patara ein Eiablagegebiet der Meeresschildkröten (Caretta Caretta). Wächter tragen dafür Sorge, dass der 11 km lange Strand von Mai bis August nachts nicht betreten wird. Auch nisten in den Sanddünen Nachtschwalben und Cistarsänger. Im Sumpfgebiet finden sich Graureiher, Weißstörche und auch manchmal Purpurreiher ein.

Geschichtlichen Quellen zufolge soll in Patara zeitweilig ein Orakel des Apollo nur in den Wintermonaten tätig gewesen sein. Für die Christen war Patara ein wichtiges Zentrum. Der Apostel Paulus wechselte hier u.a. sein Schiff während seiner Fahrt von Ephesus nach Tyros.


 X A N T H O S 

Nicht weit entfernt liegt XANTOS einst mächtigste Stadt Lykiens, etwa 60 km von Fethiye  entfernt, eine großartige Ruinenstätte im weiten, fruchtbaren Xantostal. Seit 1950 wird die Stätte von französischen Archäologen systematisch ausgegraben. Immer wieder treffen Touristen auf antike Stätte, die von der langen und wechselhaften Geschichte Kleinasiens Zeugnis ablegen. Beeindruckend sind die in Xantos verbliebenden Reste lykischer Kulturen. Zu ihnen zählen das ca. 8 m hohe Harpyien – Pfeilgrab, ein Theater und ein Obelisk mit einer Inschrift von über 250 Zeichen in lykischer Sprache, ein Sarkophag, sowie einem Plattenschrein. Dieses Monument dürfte im 3. Jh. v. Chr. aus altlykischen Bauteilen zusammengesetzt worden sein. Nicht weit dahinter liegt eine lykische Akropolis, die in der Spätantike mit einer Klosteranlage  überbaut wurde. Man erreicht das Areal der hellenistisch – römischen Wohnbebauung mit der großen Basilika, in der schöne Fußbodenmosaike freigelegt wurden. Zwischen XANTOS und PATARA trifft man auf das Bundesheiligtum der Lykier, das Letoon, das wichtigste Heiligtum des lykischen Bundes. 

Ausflüge in dieser Region sind eine Reise in die Vergangenheit. Spuren alter Kulturen, so der lykischen und byzantinischen, begegnen den Reisenden überall. Bemerkenswert sind die Gräber, die das Volk rund 400 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung in die Felsen schlug.

"Die Erhaltung des kulturellen Erbes, die Hervorbringung der Vielfältigkeit und dem Reichtum der Kultur, ist das wichtigste Ziel der Tourismus-Vision"

Heute heißt das wirbelnde Xantos Esen Cayi und noch immer schenkt es dem Herzstück Lykiens Fruchtbarkeit: Tabak und Baumwolle, Sesam sowie viele Arten von Gemüse und Früchte werden entlang dem Flussbett angebaut. Selbst in den, in dieser Region, sehr heißen Sommermonaten speisen ihn viele Wasserläufe aus den Bergen.

 

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 S A K L I K E N T  (TLOS)

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Die Schlucht von Saklikent ist heute eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Im Sommer, wenn es selbst am Meer unerträglich heiß wird, findet man hier ein angenehm kühles Plätzchen. Saklikent bedeutet "Verborgene Stadt" und eine versteckte Festung könnte man sich in der engen Schlucht gut vorstellen. Die Saklikent- Schlucht mit ihrem reißenden Bach schneidet in die Flanke des 3016 m hohen Gömbe Akadagi. Von den Restaurants am Schluchteinstieg kann man auf Stegen ein paar hundert Metern in die Schlucht hineingehen.

In Saklikent sieben Kilometer abseits der D 400 gelegen, kann man in Restaurants am Wasser ebenfalls Forelle essen. Vor der Rückkehr auf Meereshöhe sollte man aber noch die Kühle genießen- wenn an der Küste 40° C herrschen- ist es in der Saklikentschlucht wesentlich erfrischender.

In dieser Region stehen auch die Ruinen von Tlos, einer der ältesten und Bedeutendsten lykischen Städte, diese kann auf eine mehrtausendjährigen Geschichte zurückblicken. Im Gegensatz zu anderen antiken Orten liegen über Tlos Dokumente vor, die die mythische Gründungssaga zu bestätigen scheinen. Zu den Ruinen auf einem Hügel mit atemberaubendem Blick über den Fluss Esen zählen Felsengräber, ein Stadion, ein Gymnasium, sowie Bäder. In byzanthischer Zeit war Tlos Bischofsitz und seine Kirchen waren vermutlich ehemalige Tempel. Die Akropolis wurde bis ins 19.Jh. genutzt. Faszinierend ist die Lage von Tlos auf der Ostseite des Xantostales, auf einem bis auf 470 m Höhe ansteigenden Plateau. Vom Gipfel der einst die Stadtburg trug, überblickt man das ganze mittlere Tal.

 

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Die etwas andere nicht - touristische Route  ...

... von Kalkan über Belpinar Gec (1080m)- Koraovabeli Gec (1490m)- Sinekcibele Gec (1250m)- Akcay- Elmali, weiter auf der Straße 635 nach Korkuteli bis nach Antalya.

Unsere Route führt uns durch eine grandiose unverfälschte alpine Landschaft und bietet die Möglichkeit, den vom Tourismus nach wenig berührten Menschen im Hochland  zu begegnen. Die Fahrt führt uns  durch felsiges Terrain an Naturphänomenen vorbei, an tiefen grünen saftigen Tälern. Auf Serpentinen erreichen wir eine anders artige Landschaft mit einem einmaligen Ausblick. Weiter geht es durch Ebenen , die von hohen Bergen umgeben sind. Kahle Bergrücken rahmen grüne Matten und dunkle Ackerflächen, manchmal setzen Pappelwäldchen Akzente.

Mittelpunkt der Ebene ist die Stadt Elmali (Apfel), umgeben von riesigen Apfelplantagen. Bekannt wurde Elmali1963 durch die in der nähe ausgegrabenen beiden Tumulusgräber aus dem 5. und 6. Jh. v. Chr., die Besonderheiten der Gräber sind Fresken von erstaunlicher Themenvielfalt. Diese Gräber sind nicht zu besichtigen. Auch wurde in dieser Region 1984 ein sensationeller Münzfund gemacht. "Dieser ist als Dekadrachmenhort weltberühmt geworden". Immer wieder durchqueren wir beeindruckende Landschaften, wie Sanddünen gemalte Berge, vereinzelte Zypressen als dunkle Tupfer tun sich auf der Weiterfahrt auf. Phantastische Gegenden mit großen kahlen Flächen, umringt von welligen Hügeln. Immer wieder grüne Oasen kleine Dörfer mit roten Ziegeldächer, umgeben von Pappeln- Obst und Weingärten.

Wir gelangen schließlich am Rande eines Plateaus auf einen Felsenvorsprung, um wieder von einem neuen Panorama überwältigt zu sein. Zunächst durch einen Zypressenwald geht es hinunter in die Ebene nach Korkuteli, einer türkischen Kleinstadt mit roten Ziegeldächern. Und wieder ändert sich die Landschaft. Wir kommen dem Meer näher. In Serpentinen fahren wir das letzte Stück hinunter in die Ebene um uns gleich wieder nach Termessos hochzuschlängeln.

Termessos ist zweifellos die großartigste antike Stätte in der Umgebung von Antalya und man muss ca. 20 Min. ziemlich steil bergauf steigen- keineswegs überlaufen. Auch zieht sich das Ruinengebiet mit seinen Nekropole über ein weites dicht bewachsenes und unübersichtliches Berggelände hin.

1970 wurde dieses riesige  Gelände zum Termessos Nationalpark erklärt und umfasst ein bewaldetes Berggebiet von ca. 6.800 ha. Die dichte Bewaldung erschwert seinerseits das auffinden  der Ruinen, macht aber andererseits auch den besonderen Reiz aus. Die beiden höchsten Gipfel sind 1.160 m und 1.020 m hoch. Der lichte Buschwald besteht aus bis zu 8 m hohen Manna Eschen, wilden Ölbäumen, östlichen Erdbeerbäumen, Johannisbrot- und Judas- bäumen und der im ganzen westlichen Taurus beheimateten Brutischen Kiefer.

Um Termessos erstreckt sich wohl einer der schönsten Naturparks der Türkei. Viele seltene Pflanzenarten, vor allem Orchideen, blühen hier und viele bedrohte Tierarten  wie Adler- Geier- Dachse und Steinböcke sind hier zu hause, sogar wieder die Bezoarziege, diese war im gesamten Taurusgebiet heimisch und so gut wie ausgestorben. Dichte Vegetation zeichnet die schroffe Berglandschaft des Termessos und des angrenzenden Düzlercami- Nationalpark. Im Süden des Termessos Nationalparks liegt die Güver- Schlucht. Die in das Kalkgebirge 150 – 600 m tief eingeschnittene Güver- Schlucht gehört zu den eindruckvollsten Karstformationen des westlichen Taurus. In Düzlercami befindet sich ein beliebter Picknickplatz, der von der einheimischen Bevölkerung stark frequentiert ist.

Wir nähern uns Antalya. Eine wunderbare Route, die man jedem naturbegeisterten Touristen empfehlen kann.

 

 

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 F I N I K E

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Nach Finike fährt man über Kumluca, das schnellwachsende Zentrum der Schwemmlandschaftebene. Finike ist das Hauptanbaugebiet für Zitrusfrüchte am Mittelmeer und Marktstadt am Fuße des Gülmez Deglan, einem Ausläufer des Taurus. Finike lebt vom Export von Zitrus und anderen Früchten. Die ertragsreichen Obstanlagen stehen voller Orangen und Zitrusbäumen. Die Orange ziehrt auch ein Stadtwappen. An der betriebsamen Cumhuriyet Caddesi, der Hauptader paralell zur Küstenstrasse, reihen sich die Landwirtschaftlichen Zulieferbetriebe für die Dörfer der Umgebung deren Einwohner als Arbeitskräfte in der Agrarwirtschaft arbeiten.

Die Stadt Finike beginnt sich für den Tourismus herauszuputzen, mannshohe Palmen säumen die sauberen Strassen. In der Mittagszeit besuchen wir eines der kleinen Restaurants, dabei stellte sich bei einem Gespräch heraus, dass der Besitzer der zweite Bürgermeister von Finike ist. Hier wurde ein sehr informatives Gespräch geführt. Finike ist zum größten Teil für den Tourismus gewappnet. Heute beherrscht kleinstädtisches Leben und der Durchgangsverkehr der Küstenstrasse den Ort Finike. Einige neuerbaute Hotels und kleinere Pensionen bieten den Touristen ein bequemes Quartier. Bislang ist Finike nur ein Zwischenstopp zur Besichtigung von Limyra oder für Wandertouren in die Berglandschaft des Alace Dag. Die Stadt verfügt über einen modernen Yachthafen sowie mit kilometerlangem Sandstrand östlich der Stadt .Kleinere saubere freundliche Lokale, in denen man sich unter der einheimischen Bevölkerung sehr wohl fühlt. U.a. ist Finike Partnerstadt von Mosbach, Budapest und Kerutel (Ungarn), Chateau Thierry (Frankreich) und Kastoria (Griechenland).

Die Stadt Finike kann auch auf eine geschichtliche Bedeutung zurückblicken. Schon seit dem 2. Jh.n. Chr. diente es unter dem Namen "Phonikos", als bedeutensten Hafen für die Städte des Lykischen Bundes. Wenige Kilometer nördlich von Finike in Richtung Ermali liegt hinter dem Ort Turncova das bereits im 5.Jh. v. Crh. Besiedelte "Limyra", dessen verstreute Stadtreste sich nur mühsam zwischen den Bauernhäusern und Feldern ausmachen lassen.

Die Felsnekropole von Limyra spannen sich um den ganzen Ausläufer des Tocag Dag, auf dem einst auch die lvkische Akropolis und eine lykischen Wohnstadt lagen. Leider kann man als Tourist die malerische Gräbergruppe nur von der Ferne anschauen. In Limyra gruppieren sich die interessantesten Gräberfelder um das römische Theater, ein besonders sehenswerter Fund ist ein Tempelgrab. Diese interessante Lykisch- römische Ruinenstätte, die 1966 durch die Entdeckung des Grabmonuments des Lykischen Dynasken Perikles (Anfang 4. Jh. V. Chr.) bekannt wurde. Nicht weit entfernt liegt eine noch fast unberührte Ruinenstadt "Arykanda", die wegen ihrer einsamen, fast mythisch wirkenden Lage als das "Delphi Lykiens" gilt. Touristen sind hier kaum anzutreffen." Finike und Kumluca gehören u.a. zum touristischen  Investionsbereich der Türkei.

Wir machen einen Abstecher in ein herrlich gelegenes türkisches Bergdorf nahe Limyra namens Gökbük übersetzt "Himmelskurve". Von der Küste weg sind wir durch eine fruchtbare ländliche Gegend mit ungewöhnlichen Gewächshausterrassen am Hang, Häusern im alten Stil und viel üppigem grün auf die Berge zugefahren. Wir erreichen den Ort Gökbük. Dieses schöne gelegene Bergdorf mit seinen 350 Bewohnern lebt von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und dem Weinbau. In diese Gegend verirrt sich ganz selten ein Tourist.

Bei einem Glas Cay und Ayran werden wir von dem Dorfältesten herzlich begrüßt. Nach und nach gesellten sich weitere männliche Bewohner dazu. Wir plaudern über dies und das und über ihr Dorf. Aus dem Gespräch entnahmen wir, dass sie gerne Touristen in ihren einfachen Häusern beherbergen und so einen Einblick in das einfache Leben der Bergbewohner vermitteln möchten. Die Menschen bieten einfache, aber saubere, und geschmackvoll eingerichtete Zimmer mit Frühstück oder sogenannter Vollpension zu einem wirklich vernünftigen Preis an. "Einmal ein etwas anderes Erlebnis für den Touristen".Es gibt auch viele Möglichkeiten zum Wandern, auf Wunsch steht auch ein Wanderführer zur Verfügung. In diesem Dorf kann man einmal so richtig vom Alltagstrubel abschalten und die Seele baumeln lassen.

"Traditionelle Gastfreundschaft der türkischen Bevölkerung erwartet den Touristen in dem Dorf Gökbük".

 

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O l y m p o s


Nach dem Berg wurde auch die antike Siedlung an der Küste genannt, die als Piratennest berühmt wurde. Selbst heute ist die Küste bei Olympos noch kaum erschlossen, jedenfalls nicht durch große Hotelanlagen, es gibt lediglich eine Reihe Pensionen und private Kleinhotels.

 

Bis zum Dorf Ulupinar  mit seinen idyllischen Forellenrestaurants im bewaldeten Tal fährt man durch wilde Berglandschaft mit endlosen Kiefernwäldern bevor direkt zu der ehemaligen Seeräuberfestung "Olympos", deren Burgberg steil abfallend die Küste beherrscht. Über die frühe Geschichte des an einem langen Strand gelegenen Olympos ist sehr wenig bekannt, obgleich es ein einflussreiches Mitglied des lykischen Bundes war.

 

Die Ruinen befinden sich in hügeligem und unübersichtlichen Gelände, das mit dichtem Buschwald aus Machia, Lorbeer und Feigenbäumen bedeckt ist, im Sumpfgebiet des Flussbettes wachsen Oleander ,Schilf und Keuschlamm. Doch führen Trampelpfade zu den wichtigsten Plätzen, sodass der Tourist auch ohne Führer auskommt. Am sehenswertesten ist das schöne ionische Tempeltor. Das ca. 5 m hohe Tor blieb mit einem Teil der aus Quadern gefügten Cellawand stehen. Der Tempel wird wegen einer Weihinschrift für Kaiser Marc Aurel ins 2. Jh.n. Chr. datiert. Im Rücken der Tempelruine erhebt sich ein steiler, dicht bewachsender Hügel, der geringe Reste einer mittelalterlichen Festung trägt. Westlich vom Tempeltor entdeckt man im Gebüsch Mauerreste und einige Sarkophage. Ebenfalls kann man ein kleines Theater erkennen, nur ein Eingangsbogen und wenige Sitzreihen sind noch erhalten. Der Besuch von Olympos gehört zu den Ausflügen, bei denen der Weg wichtiger ist als das Ziel. Man sollte vorwiegend den Aufenthalt in der unberührten Natur genießen.

 

 

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"Urlaub einmal anders", Camping bei Zeus.

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Massive Steinhäuser sind in dem türkischen Nationalpark an der lykischen Südküste verboten. Touristen übernachten dort trotzdem, aber in so genannten "Baumhäusern".  

Hübsche Ausflugsschiffe unweit des Strandes wiegen sich sanft im Wasser- die Bootsleute steuern gerne die ruhige Bucht an-, hinter der sich der mächtige Thatali Dag erhebt. In der Antike hieß der Berg Olympos und die damaligen Siedler an der Küste vermuteten dort den Wohnsitz vom Göttervater Zeus.  

Die Sonne scheint, der Himmel ist klar und die Temperaturen wieder einmal so, dass der Körper sich nicht recht entscheiden kann, ob er schwitzen soll oder nicht. Das Wasser ist blau, klar und warm- selbst im Spätsommer soll es noch recht warm sein, aber da hilft ein Sprung in das Flüsschen, das hier ins Meer fließt. Das kühle Süßwasser erfrischt und spült zugleich das Salz vom Körper. Wer nicht als Tagestourist per Schiff den Kiesstrand ansteuert, muss eine etwas abenteuerliche Anreise über Land auf sich nehmen. Das Meer ist noch nicht in Sicht, als die Fahrt mit dem Auto mitten auf einer staubigen Schotterpiste an einem Schlagbaum endet. Hier löst der Tourist zunächst ein Ticket für das Freilichtmuseum, denn nur über das antike Olympos und zu Fuß führt ein etwas beschwerlicher Weg auch an das knapp 1 Km entfernte Wasser. Der dichte Wald hat schon vieles von der alten Hafenstadt verschluckt- doch wer sich ein wenig rechts oder links durch die Büsche schlägt und auch nassen Fußes den Flusslauf überquert, sieht eine Menge mehr als die eher spärlichen Reste direkt am Weg. Trotz der reizvollen Umgebung ist es außerhalb der Hauptsaison im Hochsommer sehr ruhig an der lykischen Küste im türkischen Süden.

Olympos liegt eine knappe Autostunde entfernt von den Hotelburgen von Kemer in einem riesigen Nationalpark. Häuser aus Stein dürfen hier nicht gebaut werden, da baute Kadir Kaya seinen Platz, vor ca. 15 Jahren, zu einer Baumhaussiedlung mit 40 Holzhütten aus." Damals haben viele über mich gelacht " erzählt er uns. Dabei war seine Idee einleuchtend. Er wollte das Bauverbot umgehen und trotzdem vom Tourismus profitieren. So sind es jetzt ein paar zusammengezimmerte Hütten, die für Rucksacktouristen die Welt bedeuten. In die aus massiven halbrunden Hölzern bestehenden Baumhäuser führt jeweils eine Holztreppe. Mitunter ist das Haus so um den Baumstamm herum gebaut, dass er wie ein kräftiger Pfeiler mitten durch den Raum führt .und in die Höhe ragt. Einfach Betten oder auch Matratzen auf dem Boden sind die einzige Ausstattung .Auf Schrank und Sitzmöbel kann man hier ruhig Verzichten. Eine Klima- Anlage, eine Glühbirne und eine Steckdose im Sanitärbereich, Dusche und Toilette, sind so ziemlich der einzige Komfort in den Räumen. Der übrige sanitäre Bereich befindet sich in einem zentralen Waschhaus. Halbpension ist in der Baumhaussiedlung Pflicht und Notwendigkeit zugleich, denn im ganzen Tal gibt es, außer einem kleinen Kiosk, keine Läden, keine Post, keine Bank.

Trotzdem bleibt der Abenteuer- Urlaub bezahlbar. Erwachsene geben für Übernachtung, Frühstück und Abendessen kaum mehr als 10.- bis 14.- Euro pro Tag aus- und für Kinder wird in der Regel sogar nur die Hälfte verlangt. Zur Essensausgabe- überwiegend Vegetarisch, zweimal die Woche Fleisch- treffen sich alle Gäste am Abend im 2stöckigen Hauptgebäude, das ebenfalls aus Holz ist.

Es gibt 20 verschiedene Baumhaussiedelungen und trotzdem reichen diese in den Sommermonaten oft nicht aus, um alle sogenannten "Rucksacktouristen" die ins Tal von Olympos kommen, zu beherbergen.

 


T Ü R K I S C H E    R I V I E R A

 A n t a l y a

Die lächelnde Schöne des türkischen Südens. Berge, Strände und die schöne Lage am Meer locken viele Touristen an. Heute ist Antalya einer der beliebtesten Ferienorte an der Mittelmeer-Küste.

Lesen Sie hierzu auch unseren <Reisebericht von der Türkischen Südküste>.

 
Antalya hat breite Palmengesäumte Boulevards und eine sehr interessante Altstadt, viele Shoppingmeilen Parks, Strände, eine lebhafte Kulturszene macht die Stadt zu einem Brennpunkt. Antalya hat auch einen guten Ruf als Messestadt. Das Messezentrum erfreut sich sehr großer Beliebtheit. So stellten in der Messesaison 2004/2005 auf 16 verschiedenen Messen insgesamt 2 638 Aussteller ihre Produkte vor. Über 210 000 Messebesucher honorierten mit ihrem Besuch die verschiedenen Ausstellungen, die überwiegend im Messzentrum in Flughafennähe  sowie in der Glaspyramide "nähe Sheraton Voyager Hotel" stattfinden. Auch das gehört zu Antalya. Vor kurzem hat der Flughafen ein neues Abfertigungsterminal in Betrieb genommen. Hier wird in Zukunft dem Urlauber eine schnelle Abfertigung ermöglicht. Es wird somit vermieden, dass lange Warteschlangen entstehen. Ein sehr großzügiger Bau, hell und freundlich. Aber auch der Straßenverkehr  in Antalya ist durch 3 neue Unterführungen entlastet worden. Man kommt dank dieser schneller zum Flughafen und zügiger in die Stadt. Der jetzige Bürgermeister hat dieses Straßenprojekt sehr schnell mit Erfolg durchgesetzt. Es kommt auch den Touristen, die die Stadt besuchen, zugute.

Aber auch ein anderes "Projekt" in Antalya macht von sich reden. Das "Lara-Kundu- Projekt". Der Küstenabschnitt von Lara/ Kundu gilt derzeit als größtes Tourismus- Projekt des Landes. Die türkische Riviera rüstet um. Fünf Sterne Themenhotels und Erlebniszonen sollen das Image heben und die Zahl der Touristen verdoppeln. Östlich von Antalya befinden sich Hotels mit mehr als 30 000 Betten. Die meisten neu errichteten Hotelanlagen sind luxuriöse Themenhotels. "Befürworter loben das hohe Qualitätsniveau. Kritiker sehen hier den Anfang vom Ende des klassischen Türkei - Urlaubs". Der Türkei eilt der Ruf eines BilligUrlaubsland voraus. Im Sommer gibt es den 5 Sterne– Urlaub mit Flug für rund 550.- bis 700.- Euro. Dabei logiert der Gast an der türkischen Riviera "all inklusive" in gigantischen Luxusressorts. Attraktiver kann ein Sommerurlaub nicht sein. Rund 70% tragen bereits das "AL" Etikett. Und so profitiert der lokale Mittelstand vielerorts kaum vom Treiben an der Küste, das sich fast ausnahmslos innerhalb der Hotelanlage anspielt. Vier von Fünf Gästen an der Riviera buchen "All- inklusive", und fast ebenso viele , vermutet man, verbringen ihren Urlaub, ohne etwas von der Türkei zu sehen.

Um den Gästen etwas neues zu bieten, strebt das Tourismusministerium in den teilweise verödeten Städten so genannte Erlebniszonen an, so in Antalya am Konyaalti Strand, wo es einen stark besuchten Beach- Park gibt. Auch in Lara- Kundu entstehen z.Zt. solche Parkanlagen, um der einheimischen Bevölkerung und den Touristen eine reichhaltige Abwechslung zu bieten. Leider weist die Infrastruktur rund um die neuerbauten Hotelanlagen noch erhebliche Mängel auf. So fehlt es an Bars, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in der Nachbarschaft.

2007 soll es in diesem Gebiet 26 neue Hotelanlagen mit je  ca. 1000 Betten geben. 6 davon stehen bereits. Geplant sind weiterhin elegante Geschäfte mit Internationalem Flair, ein Amphitheater für ca. 10 000 Zuschauer und eine Open Air Taverne für 3000 Gäste. Parkplätze- Cafes- Discotheken, Einkaufszentren. Alles soll da sein.

 

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 B e l e k

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Belek ist das modernste Feriengebiet der Region. Bei der Planung dieses Feriengebietes wurde sorgfältig darauf geachtet, dass Ökologie und Hotelplanung im Einklang stehen. Die ersten Hotels eröffneten 1992 ihre Pforten. Da die Anzahl der Häuser bereits in der Planungsphase begrenzt wurden, entstanden hier großzügige und moderne Ferienanlagen. Der lange Sandstrand und die grünen Eukalyptuswälder haben uns begeistert. Alle Hotelanlagen sind nur durch den  feinen Sandstrand vom Meer getrennt.

Das gesellschaftliche Leben, mit allen Vergnügungen und Animationen, spielt sich weitgehend in den Hotelanlagen ab. Es wird sehr viel Abwechslung geboten, auch für Kinder.

Sehenswert ist in jedem Fall die Landschaft von Belek und Umgebung. Es gibt gute Verbindungen nach Side oder Antalya.

Der Strand von Belek erstreckt sich über mehr als 12 km  In einem heute unter Naturschutz stehenden Strandabschnitt kommen seit Jahrmillionen die Meeresschildkröten um ihre Eier abzulegen.

Im Hinterland breitet sich das Naturschutzgebiet mit Pinien und Eukalyptuswäldern aus. Mittlerweile findet man in den nahe gelegenen Orten, Belek und Kadrye gemütliche Bars und Geschäfte.

Die fantastische Lage Beleks ist auch ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge zu Berühmten historische  Stätten wie : Phaselis- Thermessos, Side- Perge-Aspendos und zu  den Düden- Wasserfällen. Ein Anziehungspunkt ist auch der Garten der Religionen. Eine Christliche Kirche und eine moslemische Moschee stehen auf engstem Raum in Belek- Kadrye.

"Belek wird auch weiterhin mit anspruchsvollem Grün und bezaubernder Landschaft aufwarten".

Das Dorado der Golfer ist und bleibt Belek. Alle Plätze sind hier durch einen Shuttle- Verkehr verbunden. Top ist der 6296 m lange und von sieben Seen gezierter Patz des "Gloria Golf Club" (18 Löcher). Nebenan befindet sich ein 9-Loch Platz und ein 3 Loch- Academy- Course. - Nicht zu vergessen der 18 Loch Platz des "Nobilis Golf  Club" Viele Türkei Reiseveranstalter bieten Anfängerkurse an.

Wir hatten auch die Möglichkeit mit dem Bürgermeister von Belek, Herrn Yusuf Mecek, ein ausführliches Gespräch zu führen. Er möchte weiterhin den Tourismus noch intensivier fördern, ebenso die Umwelt. U. a. möchte er den Stadtkern mit kleinen Geschäften weiter ausbauen, wo der Urlauber auch einmal die Seele baumeln lassen kann. Mit Herrn Mecek hat Belek einen engagierten Bürgermeister, der sich für seine Stadt stark macht.

Ebenso strebt Belek eine Städtepartnerschaft mit einer deutschen Stadt an.

"So sehen manche auch im Vorzeigebadeort Belek mit seinen 6 Golfplätzen  schon das künftige Marbella". Das wird aber nicht geschehen, Belek behält seinen türkischen Flair als gehobenen Badeort ! ! !

 

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Photos Golf: www.gloriagolf.com; info@gloriagolf.com

Die Türkei strebt mit ihrem Yacht- Kur und Kultur- Tourismus  weg vom Image des Billigreiseziels.

Sie hat sich große touristische Ziele gesetzt und ist dabei diese umzusetzen.

Man schwärmt von den ca. 500 km unangetasteten, Küste zwischen Adana, ganz im Osten der Südküste und der syrischen Grenze. Dort werde der türkische Tourismus neu entstehen. Das Taurusgebirge, diese faszinierende, unentdeckte Landschaft, ist schon für Aktivitäten der Wintergäste geplant. Die Türkei verführt auch zu diesem Seitensprung weg von den bekanntan Ferienzielen, hin zu einem der vielen Geheimtipps im Hinterland.

"Denn eines finden sie an jedem Ort- Urlaub bei Freunden- die türkische Gastfreundschaft".

Wir werden in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Tourismus über neue Projekte, die teils in Arbeit sind berichten, ebenso wie weit es mit dem ganzjährigen Tourismusprojekten vorangeht.

  

"Wir danken dem Ministerium für Kultur-und Tourismus der Republik Türkei und der Kulturabteilung der Republik  Türkei in Berlin. "Tourismus- Vision" - Informationsreise".

© reisejournalist henrik gammrath