http://mbdonline.de/fahne3.gifTÜRKEI / DEUTSCHLAND:

Die Türkei
zwischen

Moderne
und Tradition 
von
MedienGroupDeutschland

 

 

Land und Leute

Wer im Urlaub auf Rundreisen geht, wird auf seinen Ausflügen überall auf freundliche, dem Fremden gegenüber neugierige Menschen treffen.http://mbdonline.de/tradit1.jpg Die sprichwörtliche Gastfreundschaft und Offenheit in Verbindung mit dem landschaftlichen und kulturellen Reichtum sind es, die den Türkeiurlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Die türkische Bevölkerung liebt es, Gäste zu haben und ist insgesamt sehr gastfreundlich. Hier sind Sie niemals nur einer von vielen Touristen, sondern ein Gast, der große Aufmerksamkeit verdient und auch im kleinsten Dorf in der bestmöglichen Weise willkommen geheißen wird. Der Kontrast zwischen Alt und Neu trägt zur Faszination bei, den Fremde in der Türkei verspüren.

Die türkische Riviera ist eine der schönsten Küstenstreifen des Mittelmeeres und gleichzeitig das Herz des Türkeitourismus. Die Urlaubsgebiete von Antalya erstrecken sich von Alanya im Osten bis nach Kalkan im Westen. Antalya ist wohl die schönste Stadt und zugleich die fünfgrößte in der Türkei. Ein idealer Startpunkt für den Urlaub oder einer Rundreise, zumal fast alle Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten von dort aus am besten zu erreichen sind.

Archäologisches Museum

Das Museum ist das bedeutendste der türkischen Mittelmeerküste und ein wahres Juwel der Stadt Antalya. Hier werden Funde aus ganz Lykien und Pamphyliens gezeigt. Die Sammlungen sind sehr stimmungsvoll und decken die gesamte Geschichte Anatoliens von der Neandertaler Epoche bis ins 19.Jh ab. Besonders beeindruckend erscheint die fast vollständige Galerie der Götterstatuen von Perge, Statuen römischer Kaiser aus dem 2.Jh n. Chr. ( und die des Hadrian und des Trajan), sowie Sarkophage aus der Kaiserzeit und die wenigen Überreste der 1000 jähr. byzantinischen Geschichte, darunter Stücke aus dem Schatz von Kumluca. Aus der Spätzeit des Reichs der kleinasiatischen Phryer ( 8.-7.Jh. v.Chr.) sind Silberschmuck und Holzfiguren vertreten. 2 Ausstellungsräume sind der seldschukischen und osmanischen Volkskunde gewidmet. Eine beachtliche Münzsammlung ab dem 6. Jh. v. Chr. mit Stücken der lykischen und pamphylischen sowie späterer Epochen.

 

 

 


 

Antalya und Umgebung

In den fruchtbaren Ebenen um Antalya baut man Zitrusfrüchte, Gemüse und Blumen und Baumwolle an. Blumen und Gemüse zum größten Teil in Gewächshäusern. Ein neuer Handelshafen, Zentrum einer boomenden Freihandelszone, liegt am Westrand der Stadt. Dahinter steigen die des Beydaglari auf 3000 m. empor. An klaren Tagen bilden die schneebedeckten Gipfel ein beeindruckendes Panorama über dem Meer.

Land und Meer treffen sich entweder an langen Sandstränden oder aber auch an steilen Felsen. Stellenweise, besonders westlich der Stadt, reicht das Taurusgebirge bis an das Meer heran, wo es eigenartige Canyon- förmige Einschnitte und Buchten bildet. In diesem Küstenbereich befinden sich Höhlen und Grotten, die nicht nur wegen ihrer ausgesprochenen Schönheit, sondern auch wegen ihrer Bedeutung für die Forschung von besonderer Wichtigkeit sind. Vielfältige Kulturen und Zivilisationen haben die Lebensweise in der Landschaft von Antalya geformt. Man sagt, jedes Gebiet hat ihre Besonderheiten, was auch zweifelsohne stimmt. In der Region um Antalya kann man alle vier Jahreszeiten genießen.

Bei Saklikent, 50 km von Antalya entfernt liegt in 2000 m Höhe bis in das Frühjahr hinein Schnee, was das Skifahren, während das Wasser des Mittelmeeres Badetemperatur hat, ermöglicht. In der Schlucht des Köprülu Nationalparks, der 14 km lange und 100 m tiefe Canyon werden auf dem Fluss Köprücay die aufregensten Wildwasserfahrten -RAFTING- des ganzen Landes organisiert. RAFTING, eins werden mit der Natur. Wo können Sie das besser als in den erfrischenden Wellen eines Wildwasserflusses, während die mediterrane Landschaft an Ihnen vorbeischnellt. Erleben Sie das Abenteuer voller Fun und Action.

Um einen Eindruck von der faszinierenden Landschaft und Kultur zugewinnen; begleiten Sie uns auf eine interessante Rundreise

 

 

Urlaub mal anders

Die türkische Riviera ist und bleibt das wohl beliebteste Feriengebiet des Landes, wo ANTIKE und MODERNE harmonieren. Die bekanntesten und vor allem bei Deutschen sehr beliebten Urlaubsorte sind KEMER, SIDE, ANTALYA und ALANYA.
Vor uns eine weite Ebene, schnurgerade von dem 4 spurigen Asphaltband durchschnitten, begeben wir uns Richtung Alanya. Rechts lassen sich die Ausläufe des Taurusgebirges schwach im Dunst erahnen. Am grasbewachsenen Straßenrand treibt ein Junge eine Herde Ziegen vor sich hin, dahinter breiten sich endlose Felder mit struppigen Büschen aus, an denen kleine weiße Bällchen hängen.

 

http://mbdonline.de/tradit7.gifBaumwollanbau in der Türkei

Ein Blick auf die Klimakarte erklärt uns die Überraschung. In der Ebene von Antalya sinken die Temperaturen selbst im Januar selten unter die 5-8°C Marke. Gleichzeitig gehört die Region auch zu den regenreichsten der Türkei. Natürlich trägt der Wasserreichtum des Taurus Vorlandes und der immense Ausbau künstlicher Bewässerungssysteme zu der unerwarteten Fruchtbarkeit bei. In der pamphylischen Ebene erstrecken sich riesige Baumwollfelder; inzwischen das wichtigste Agrarprodukt der Provinz. Pamuk, das weiße Gold, ist heute Lebensgrundlage von mehreren Tausend Bauern. Die Ernte, eine seidenglänzende, reißfeste Faser , liefern sie an die großen Lagerhäuser und Textilfabriken von Antalyas. Die Türkei gehört u.a. zu den größten Baumwollproduzenten der Welt.

Weiter östlich, bei Alanya, der Region mit den höchsten Jahresmitteltemperaturen der Türkei, bringt sogar die Zwergbanane gute Ernte. Während die Zitrusfrüchte und die textilen Verarbeitungsprodukte der Baumwolle hauptsächlich für den Export bestimmt sind.

ALANYA ,

... umgeben von Blumen und Zitrusplantagen, liegt im Osten des Golfes von Antalya am Fuße einer ins Meer vorspringenden, aus Marmor bestehenden Felshöhe, vor der herrlichen Kulisse des Taurusgebirges, auf der sich eine alte Seldschuken Festung befindet, diese thront beherrschend über der Stadt. Kilometerlange Mauern, von Zinnen undhttp://mbdonline.de/tradit8.jpg Türmen gesäumt, bieten ein imposantes Bild. Man sagt, dass sich im Altertum hier ein gefährliches Seeräubernest befand. An ihrer langen Geschichte erinnern noch heute die Burgmauern, alte Moscheen, die Ruinen einer Karawanserei und der berühmte "Rote Turm". Die aus der seldschukischen und osmanischen Zeit stammende gebaute Altstadt nimmt den Raum zwischen der unteren und der auf antikem Fundament stehenden mittleren Burgmauer am Osthang des Burghügels ein. Das alte Alanya auf der Burgkuppe hat den Charme eines türkischen Dorfes bewahrt, während sich nordöstlich ein neuer Stadtteil am Strand entlang erstreckt und Landeinwärts zwischen den Fruchtgärten verliert.Doch Alanya ist auch eine moderne Stadt mit breiten Palmenalleen, einem Yachthafen, Museen, Basarstraßen, Hotels und Clubanlagen. Heute pulsiert in der Altstadt das gesellschaftliche Leben, hier treffen sich Urlauber aus vhttp://mbdonline.de/tradit9.jpgielen Nationen. Zahlreiche Restaurants-, Cafès, Geschäfte und lebendige Märkte laden zum Verweilen ein. Insbesondere das Hafenviertel lockt mit attraktiven Angeboten, die farbenprächtig dargeboten werden. Gold und Silberschmuck, Kamel und Eselstaschen in typischer Kelimtechnik findet der Urlauber ebenso wie modische Textil und Lederwaren.
Ebenfalls besuchenswert ist die DAMLATIS HÖHLE nahe dem Kleopatra Strand, ist auf grund der konstanten Temperatur von ca. 23° sowie der hohen Luftfeuchtigkeit ein idealer Ort für Asthmaleidende. Tausende von farbigen Stalakiten machen diese Tropfsteingrotte jedoch auch für den gesunden Urlauber attraktiv. Weitere Höhlen auf der westlichen Seite des Burgfelsen sind nur mit dem Boot zugänglich.Alanya wird aber nicht nur wegen der malerischen Lage und Historie vornehmlich von deutschen Urlaubern geschätzt, sondern auch wegen des tropischen Klimas und den sehr milden Wintern. In trockenen heißen Sommern hingegen lockt der Kilometerlange Strand, der zu den besten Badeplätzen des Landes zählt. Wir erleben eine Kulisse, wie sie schöner nicht sein kann. Zwischen Meer und Taurusgebirge erstreckt sich fruchtbares Land mit duftenden Orangen- und Zitronenhainen, sowie Bananenplantagen, deren schmackhafte kleine Früchte = die bekannte Alanya Bananen = an jedem Obststand angeboten werden. Diese sollte man auf alle Fälle einmal probieren. In Alanya hielt sich schon Kleopatra gerne auf und heute gehört der Ort zu den bekanntesten Touristenstädte.

 

 ASPENDOS  das heutige  BELKIS:

Eigentlich gibt es keinen Ort mit dem Namen Aspendos mehr. Das Dorf, das heute dort steht, wo in der Antike die Stadt Aspendos war, heißt Belkis und liegt, ebenso wie früher Aspendos, am Fluss " KÖPRÜ- Cay. Von der antiken Stadt Aspendos ist nicht mehr viel erhalten, es ist noch vieles verschüttet. Die Überreste auf dem Hügel sind bislang nicht systematisch ausgegraben worden. Es gibt Reste einer Agora, einer Basilika, einer Markthalle mit Läden und einem Nymphaion. Weiterhin ist Sehenswert, das Aquädukt, eine bauliche Meisterleistung aus der römischen Zeit und wichtiger sehr prominenter Baurest in Aspendos. Einzigartige Zeugen sind u.a. die 30 m hohen Drucktürme, die zum Aquädukt gehören. Landschaftlich ist dieser Abstecher wunderschön, die Ebene wird durch Baumwoll- Getreide- und Sesamfelder reich gegliedert und im Norden von dem zum Teil bizarr geformten Bergkuppen des Taurusgebirges begrenzt.Das antike Theater von Aspendos ist das schönste Monument, das von der blühenden Stadt erhalten ist. Es ist nicht wie üblich in einen Hügel integriert, sondern wird von massiven Mauern gestützt. Voller Erstaunen betreten die meisten Besucher das antike Theater, denn selten kommt man so einfach an ein derart bedeutendes Bauwerk heran. Anatolien ist ohne Zweifel ein Paradies an Geschichte, Kultur und Tourismus. Sie ist der Entstehungsort vieler Zivilisationen und im Süden und Osten befinden sich verschiedene Bauwerke der antiken Griechen und Römer. Die Theater sind die kolossalsten Bauwerke dieser Zivilisationen, die bis in unsere Zeit überdauert haben.Anatolien ist reich an Kulturgut. Das antike Theater von Aspendos ist nicht nur in Anatolien das besterhaltenste römische Theater, sondern auch in Europa und Nordafrika. Heute haben im Theater maximal 6000 Zuschauer Platz. Das Auditorium (Platz für die Zuschauer) wurde an einem recht steilen Abhang gebaut. Aufgrund dieser Neigung hat es aus audio-visueller Sicht eine dominierende Stellung unter den anderen Theatern. Das Theater wurde zur Zeit von Marcus Aurellus (161-180 n. Chr.) vom Architekten Zenon entworfen. Das kreisförmige Orchester befindet sich zwischen dem Auditorium und der Bühne. Am obersten Sitzbereich befindet sich eine halbkreisförmige Galerie, die 59 Aussparungen besteht. Es wird angenommen, dass die Zuschauer bei Regen unter dieser Galerie Zuflucht gesucht haben. Die Restauration des Theaters von den Seldschuken ist eines der Gründe, weshalb das Theater über all die Jahrhunderte bis in unsere Zeit so gut erhalten blieb. Das antike Theater von Aspendos gilt als eines der besterhaltenen seiner Art. Heute noch gibt es hier Konzerte von berühmten Sängern, wie Pavarotti und Carreras. Die einmalige Akustik versetzt die Fachwelt heute noch in Staunen. Jedes Jahr wird das große Aspendos- Festival veranstaltet. Viele Konzerte, Opern, Balletts und Operetten werden aufgeführt. Falls Sie die Gelegenheit haben, eine Musikveranstaltung im Aspendos Theater besuchen zu können, sollten Sie sich das nicht entgehen lassen. Es wird ein unvergessliches Erlebnis sein.Unser Weg führt uns zu einem weiteren interessanten Bauwerk: Die seldschukische Brücke von Aspendos wurde auf römischen Fundamentenerbaut und trägt heute noch immer. Wo früher die Stiefel der Römer auf den Stein halten, rumpelten noch bis vor einiger Zeit Pferdewagen und Traktoren über die alte Brücke. Jetzt kann man sie nur noch zu Fuß bhttp://mbdonline.de/tradit11.jpgegehen. Die Brücke führt über den lehmigen Fluss Köprü Cay, dem antiken Eurymedan, und gehört zur Straße nach Aspendos, dem heutigen Belkic.In einer Selbstdarstellung aus Aspendos heisst es unter der Leitschrift  ASPENDOS INTERNATIONALES OPERN- UND BALLETTFESTIVAL:
,,Mit der hervorragende Akustik des 2000 Jahre alten Aspendos Antik-Theaters, der wunderschönen Natur um Antalya und der sprach-, religions-, herkunfts-, und grenzübergreifenden Eigenschaft der Kunst feiert das internationale Opern- und Ballettfestival von Aspendos das 11. Organisationsjahr. Die wichtigste Organisation des Generaldirektorats für Staatsoper- und Ballett ab 1994, das internationale Opern- und Ballettfestival von Aspendos, ist das erste und einzige Ballettfestival des Landes und ist seit 1998 mit seinem internationalen Umfang eines der bekanntesten Festivals der Welt.
Dass die Opern- und Ballettkunst in einem 2000 Jahre alten antiken Theater wie dem von Aspendos veranstaltet wird, trägt dem internationalen Opern- und Ballettfestival von Aspendos eine besondere Bedeutung bei. Seit den ersten Veranstaltungsjahren kamen jedes Jahr im Durchschnitt 4.000 - 6.000 Zuschauer zu den Veranstaltungen und 70 % der Zuschauer bestand aus ausländischen Touristen. Das internationale Opern- und Ballettfestival von Aspendos wurde zu einem visuellen Erlebnis, dem jedes Jahr immer mehr Zuschauer beiwohnen und wurde zu einem Treffpunkt von Geschichte, Musik und Menschen der verschiedensten Nationen. Das Festival wurde aufgrund seiner internationalen Erfolge am 24. Oktober 2003 zum Mitglied der Europäischen Festival Vereinigung (EFA - Europen Festivals Association), eines der renommierten Institutionen in Europa, und stellte noch einmal ihren ehrenwerten Platz unter den anderen Festivals unter Beweis. Nach einer Umfrage der englischen Zeitung Independent nahm das internationale Opern- und Ballettfestival von Aspendos den 5. Platz unter den 10. Besten Festivals aus aller Welt ein.
Das Festival ist das erste und einzige Festival der Welt mit TS-EN-ISO 9001:2000 Qualitätsmanagementzertifikat."
Auch haben zahlreiche ausländische Ensembles in den Jahren seines Bestehens an den ASPENDOS OPERN- und BALLETTFESTIVALS teilgenommen, wie z.B. der  Don Kosaken Chor, das Moskau Festivalensemble; das Akademische Bolschoi-Theater Russland, das Klassisches Ballett-Theater-Moskau; Solisten des staatlichen Opern- und Ballett-Theater Ukraine; die Philharmonie Wien; die Aserbaidschan Staatsoper und das Ballett Mädchenburg; die Cluj-Napoca Oper Rumänien, das Nationalballett Griechenland, sowie auch das Bayerische Staatsballett, München u.v.a.m..

  TÜRKISCHES DORF

http://mbdonline.de/im017b.jpgIn einem typischen türkischen Bergdorf erhalten wir Einblick in Kultur und Lebensweise der Menschen auf dem Lande.

Entdecken Sie mit uns den Kontrast eines westlichen, modernisierten Lebens, das wir uns nicht mehr wegdenken können, im Gegensatz zu der genügsamen Ursprünglichkeit der Dörfer. Erleben Sie eine einmalige Kombination von Gegenwart und Vergangenheit. Unser Aufenthalt in einem typischen Dorf ist für uns die ideale Möglichkeit, Land und Leute noch besser kennen zu lernen Wir erfahren eine Gastfreundschaft, wie sie selten auf der Welt ist, diese kommt von ganzem Herzen. In den ländlichen Bezirken der Türkei ist das Zentrum des Lebens die Landwirtschaft. Beinahe 54% der Bevölkerung lebt auf dem Land. In einem typischen Dorf gruppieren sich die Häuser mit ihren Höfen um den zentralen Marktplatz, es gibt üblicher Weise eine Moschee, eine Schule, ein Kaffee oder Teehaus, eine Domäne der Männer. Der Dorfbrunnen und seine Umgebung nebst Wohnbereich liegt in weiblicher Hand. Die gesellschaftlichen Positionen sind strikt geschieden, ebenso die ihnen zugeordneten Räume. Das öffentliche Leben wird vollständig von den Männern dominiert, nur in ihrem, dem Haushalt und der Gemeinschaft der Nachbarinnen, können Frauen sich frei bewegen. Die Männer sind auf Straßen und Plätzen und vor allem im Teehaus präsent. Das Cayhanesi, dem Mittelpunkt der Männerwelt, wo nicht nur diskutiert und Tavla ( Backgammon ) gespielt, sondern auch Geschäfte abgeschlossen und Jobs vermittelt werden, würde eine Frau niemals betreten. Die Mehrzahl der Dörfer versorgen sich selbst. Sie produzieren ihre eigenen Lebensmittel entsprechend dem saisonalen Angebot ihrer Feldfrüchte. Die Werkzeuge, die im Alltag benutzt werden, sind teilweise sehr alt. Das Saatgut wird traditionell von Hand ausgesät, gemäht wird mit der Sichel oder der Sense. Gedroschen wird das Getreide mit einem von Ochsen gezogenen Schlitten, der Tag für Tag seine Runden dreht.http://mbdonline.de/tradit14.gif

 

Die meisten Bauern tragen Stoffkappen und die berühmten türkischen ausgebeulten Hosen, die sehr weit im Schritt sind. Die weibliche Dorfbevölkerung bevorzugt im allgemeinen die traditionelle Kleidung. Sie tragen die in der jeweiligen Gegend übliche Kombination aus weiten Hosen, Röcken und Schürzen. Die Frauen auf dem Lande haben nie einen Schleier getragen, haben aber Kopf und Mund mit einem langen Schal bedeckt.

 

Auf Brettern rollen die Frauen mit dünnen Holzstangen Teig aus, welcher auf gewölbten Blechen über dem offenen Feuer gebacken wird Dieses ist auch heute noch oftmals die Hauptnahrung der Bauern und Nomaden. Die fertigen heißen Fladen werden mit Butter oder Oel eingestrichen und mit einer Mischung aus Schafskäse, gehackten Peperoni und Petersilie gefüllt. Schmeckt lecker.

 Vielfältige Kulturen und Zivilisationen haben die Lebensweise in der Landschaft geformt. Die heutige ist weitgehend von derjenigen der Türken und Türkmanen geprägt. In der türkischen Familie wird das Leben vom Vater als Oberhaupt der zumeist Kinderreichen Familie bestimmt. Besonders auf dem Lande trifft er auch heute noch die Entscheidung für die ganze Familie. Die Lebensweise der Nomaden hat sich in ihren Lebensräumen die traditionellen Bräuche sowohl im Glauben wie im täglichen Lebenslauf bewährt. Unter dem Einfluss der Massenmedien findet alljährlich auch bei der Landbevölkerung eine Änderung der Lebensart statt. Das Leben geht in der Türkei einen geruhsameren Gang als in Europa. Bei einem Glas Cay ist immer Zeit für eine kleine Unterhaltung.Die Türkei ist ein orientalisches Land und ist es auch wieder nicht. An der Südküste, zwischen Touristenstrand und Baumwollpflückerdorf, wird dieser Bruch zwischen den Welten besonders augenfällig. Wer sich auf die Menschen einlässt, muss auch den Spagat zwischen Tradition und Moderne meistern. Die augenfälligen Unterschiede zwischen dem Leben in den Städten und in den Dörfern wirken wahrscheinlich für viele Besucher wie ein Schock. Abseits der Touristenzentren kann man eintauchen in eine Welt, die geprägt ist von einfachen, entbehrungsreichen Leben, strenger Tradition und tiefer Religiosität. In einigen Hochebenen trifft man noch auf Nomaden und ihre Viehherden, letzte Zeugen der Herkunft der Türken. Die Vorfahren der Türkei waren Nomaden, die aus den Steppen Zentralasiens Ende des 10 Jh. durch die Völkerwanderung nach Kleinasien kamen. Bis heute leben hier Nomadenstämme in typischen Zelten aus Ziegenhaar. Hier sind die alten Bräuche noch lebendig Die meisten Nomaden sind inzwischen Sesshaft geworden, obwohl man mitunter auch an der Südküste noch auf ihre braunen Ziegenhaarzelte stößt. In der modernen Türkei von heute wird diese Lebensweise jedoch bald verschwunden sein, als letztes Relikt der unterschiedlichen Völker, die die Südküste Kleinasiens historisch prägten.


TÜRKISCHE HOCHZEIT

http://mbdonline.de/Kapapub3.jpgWir erleben die Faszination einer traditionellen türkischen Hochzeit. In der Stadt wird auf moderne Weise gefeiert und auch nach moderner Musik getanzt. Auf dem Lande und bei den Nomadenhaben aber noch immer die traditionellen Rituale ihre Gültigkeit. Dem Heiratsantrag an das Mädchen folgen die Verlobung, die Einladung zur Hochzeit und das schmücken des Hochzeithauses mit Fahnen, zum Zeichen, dass die Hochzeitsfeier begonnen hat. Es erfolgt die Überreichung von Mehl und Salz. Von der Familie des Bräutigams werden Lebensmittel, Teppiche, Bettzeug, einige lebende Tiere, der heilige Koran, ein Spiegel, eine Kerze, ein kleiner Beutel Reis und Weizen, sowie etwas Zucker, wobei jedes einzelne dieser kleinen Geschenke als Symbol für Glaube, Weite, Ewigkeit, Fruchtbarkeit und Süße steht, zum Wohnhaus der Braut gebracht. In einem separaten Zimmer hat die Familie der Braut die Brautausstattung für jedermann zur Besichtigung ausgestellt.

 

Kina gecesi (Henna Nacht).

Eine Nacht vor der Hochzeit treffen sich die Braut, die Verwandten und Freundinnen ,um die Finger der Braut mit Henna zu färben. Da es sich um die letzte Nacht vor der Trauung handelt, muss sie -symbolisch- traurig sein. Daher werden eine Zeitlang traurige Lieder gesungen. Im Verlauf des Abends jedoch wird die Atmosphäre fröhlicher. Im allgemeinen wird den Gästen ein gutes Essen serviert und man verbringt den Abend in festlichem Kreise. Die Farbe Rot symbolisiert Fruchtbarkeit und steht für eine große Liebe, viele Kinder und Wohlstand. Deshalb trägt die Braut bei einer traditionellen Hochzeit einen kleinen roten Schleier, der das Gesicht verdeckt, ihre Hände sind mit Henna bemalt. Die Hochzeit kann sogar mehrere Tage dauern und verschiedene Rituale beinhalten. In ländlichen Gebieten müssen die Familien häufig die Partner akzeptieren und bestätigen. Die Feierlichkeiten mit Musik nach der offiziellen Trauung dauern lange an, bis sich das Paar auf sein Zimmer zur Hochzeitsnacht zurückzieht. Jungfräulichkeit ist in der türkischen Gesellschaft immer noch wichtig.

ALARA HAN

Diese gut erhaltene, alte Karawanserei liegt an den alten Handelsstrassen durch Anatolien, diese wurde in der Hochphase des Seldschuken Reiches zwischen 1204 und 1246 errichtet, als es den Sultanen gelang, die Handel nach der Eroberung Antalyas unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Alara Han ist von den Karawansereien der Südküste die größte und am besten erhalten. Die Außenmauern sind, zum Schutz vor Hitze und den Feinden gut zwei Meter dick. Aus Sicherheitsgründen gibt es nur einen Eingang und Schutztürme auf den Mauerecken. Im Inneren findet man den großen, saalartigen Raum für die Tiere und Waren und am Rande die kleineren Gemächer für die Menschen. Da die Anlage im Vergleich zu den römisch-antiken Stätten nicht ganz so imposant wirkt, wird diese eher selten besucht. Diese Karawanserei liegt unterhalb der Alara-Kale -die Burg- an einem kleinen Flüsschen, dem früher eine Passstrasse nach Inneranatolien folgte.(die moderne Strasse zweigt heute ca. 10 km westlich ab.)Zu erreichen ist sie ausschließlich durch den Tunnel, der am Fuße des Berges beginnt und im Inneren der Burg endet. Wer hier hinauf möchte, sollte sich einem der, meist jugendlichen Führer anvertrauen. Für Fremde ist der Einstieg in den Tunnel kaum zu finden. 

BRÄUCHE UND TRADITION

Türkische Bräuche werden von Generation zu Generation weitergegeben und sind auch Teil des modernen Lebens. Klima, Geographie und ethnischer Hintergrund spielen eine Rolle, aber viele Bräuche haben ihre Ursprünge im Islam und änderten sich im Lauf der Zeit kaum.

NEVRUZ -  DAS FRÜHLINGSFEST DER TÜRKISCHEN WELT

Nevruz ist ein großes Fest, das heutzutage in Anatolien, Vorder- und Mittelasien, in den Türkischen Republiken sowie unter den in Europa, Iran und Irak lebenden Türken am 21. März unter Begeisterung gefeiert wird. Es ist eines der großen Feste in der türkischen Welt, welches auch auf 5.000 Jahre alten Schrifttafeln dokumentiert wird.

Nevruz ist ein Symbol für den Jahreszeitenwechsel vom Winter in den Frühling sowie ein Zeichen zur Erlangung von Reichtum und Segen. Es beinhaltet außerdem den Anfang und Wendepunkt für die Geschäftigkeit der Gesellschaft. Es ist ein Tag der Freude und Begeisterung.

In verschiedenen historischen Dokumenten wird berichtet, dass die Türkvölker am 21. März jeden Jahres mit extra für dieses Fest vorbereiteten Mahlzeiten auf die Felder und Wiesen aufbrachen, um dort dieses fest zu begehen. Es ist auch nachgewiesen, dass das altertümliche (12 Tiersymbole umfassende) türkische Kalenderjahr am 21. März beginnt. Heutzutage feiern die Türkischen Völker den 21. März unter unterschiedlichen Namen wie Nevruz, Nevroz, Noruz, Navtiz, Ergenekon, Bozkurt, cagan und Yeni Gün als Feiertag.

Die Nevruzfeiern dauern in der Regel eine Woche. Vor den Feierlichkeiten werden die Häuser auf die Feierlichkeiten vorbereitet. Es werden Geschenke besorgt und spezielle Mahlzeiten vorbereitet. Um die Kinder zu erfreuen werden Süßigkeiten zubereitet und Eier bemalt. Zum Fest gratulieren sich die Menschen und erfreuen sich am Saz- Spiel und an den gemeinsam besungenen Volksliedern. Auch wenn die Feiern regionale Unterschiede aufweisen, so beruhen sie doch alle auf den gleichen Ursprung.

Seit Jahrtausenden in der türkischen Hemisphäre gefeiert, ist Nevruz zu einem festen Bestandteil türkischer Sitten, Gebräuche und Kulturgeschichte geworden.

Die Nevruzfeiern stärken den gegenseitigen Respekt und die Nächstenliebe unter den Menschen. Sie fördern die Versöhnung und das Mit- und Füreinander - Leben.

http://mbdonline.de/tradit19.gifWir wünschen viel Freude beim Nevruzfest, dem Symbol für Frühling, Liebe und Frieden.


Das blaue Glasauge,

mavi boncuk, ein Amulett, das vor dem bösen Blick schützt, ist Gegenstand tiefer Verehrung. Man sieht es überall, wo Glück benötigt wird.

 
ÖLRINGKÄMPFE,

Yagli Güres, ist der Nationalsport der Türken. Jedes Jahr werden in vielen Orten der Türkei Wettkämpfe durchgeführt, wo die besten Ringer ihre Techniken unter Beweis stellen können. Die Kämpfer schmieren sich vor dem Kampf am ganzen Körper mit Pflanzenöl ein und tragen dazu derbe ¾ lange :Lederhosen.

MOSCHEEN
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Überall in der Türkei Verleihen die Minarette den Dörfern und Städten den gewissen Reiz des Orients. Besuchen Sie mit uns doch einmal eine der zahlreichen Moscheen, Altäre, Kirchenbänke oder Taufbecken werden Sie vergeblich suchen. Moscheen sind Orte des Gebets. Für die Gläubigen ist der Boden mit Teppichen ausgelegt. Die Gebetsrichtung gen Mekka wird durch eine in der Wand ausgesparten Nische angezeigt. Auch Christen dürfen eintreten, wenn nicht gerade Gebetszeit ist. Ziehen Sie an der Türe die Schuhe aus und achten Sie auf angemessene Kleidung , Oberarme und Knie müssen bedeckt sein, Frauen sollten ein Kopftuch tragen. Allgegenwärtig sind die Gebetsrufe der Muezzine, doch seit Atatürk tritt die moslemische Lebensart in den Hintergrund.
 

 

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 MUSIK UND TÄNZE

haben in der heutigen Türkei ihre wichtige kulturelle Bedeutung erhalten. So bekommt der Urlauber nicht selten farbenprächtige Trachten und traditionelle Volkstänze der einzelnen Regionen zu Sehen.
 

 

 

 EINKAUFEN

http://mbdonline.de/tradit20.jpgin der Türkei ist ein einziges Vergnügen. Gehen Sie schon sehr früh am Vormittag los Das erste Geschäft des Tages machen die Händler immer zum echten Schnäppchen! Manchmal auch unterm Einkaufspreis. Dieses erste Geschäft am Tage ist für die Händler sehr wichtig. Wundern Sie sich dabei auch nicht, wenn Sie der Verkäufer bittet, das Geld dafür auf den Boden zu werfen! Lassen Sie es einfach fallen! Er wird sich darüber freuen! Wo kann man schon durch Aberglauben Geld sparen? Allerdings funktioniert das echt nur bei dem ersten Geschäft des Tages. Danach ist für den Tag ein solches Angebot nicht mehr möglich. Das hat etwas mit dem Aberglauben zu tun. Bummeln Sie dann durch die Strassen und winkligen Gassen des Basars. Man wird Sie immer wieder zum Kauf animieren. Man bietet Ihnen immer wieder einen Cay, Mokka oder frisch gepressten Orangensaft an. Auch das Handeln gehört noch ein wenig zum alltäglichen Geschäft. Nicht handeln sollte man in den normalen Geschäften.


 

 

 

BETTLER UND ALMOSEN

Bettlern begegnet man überall. Sie werden viele Türken sehen, die Bettlern etwas zustecken. Meistens sind es alte oder gebrechliche Menschen, die in der Türkei ohne staatliche Hilfe leben. Im Islam ist das Almosengeben eine heilige Pflicht. Allerdings sollte man bettelnden Kindern kein Geld geben.

 © reisejournalist henrik gammrath