Daten des Landes





KULTUR-
& REISELAND TÜRKEI

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Grundlegende Landesdaten:

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Türkei ist eine Republik in Vorderasien und Südosteuropa. Diese grenzt im Nordwesten an Bulgarien und Griechenland, im Norden an das Schwarze Meer, im Nordosten an Georgien und Armenien, im Osten an den Iran, im Süden an den Irak, an Syrien und an das Mittelmeer sowie im Westen an das Ägäische Meer.

Die Hauptstadt der Türkei ist Ankara.

Die Gesamtfläche des Landes umfasst 779.452 Quadratkilometer.

Die Türkei hat etwa 71 890 000 ( Stand Juli 2008 ) Millionen Einwohner. Die Lebenserwartung liegt bei 67 Jahren. Die jährliche Bevölkerungszunahme beträgt rund zwei Prozent im Jahr.

Amtssprache der Türkei ist Türkisch, das seit 1928 lateinisch geschrieben wird.

Landschaftsräume:

Die Türkei läßt sich in sieben Landschaftsräume untergliedern, nämlich in Thrakien und die an das Marmarameer angrenzenden Gebiete, die Regionen am Ägäischen Meer und am Mittelmeer, das Gebiet am Schwarzen Meer, Westanatolien, das inneranatolische Hochland, das Gebirgsland im Osten des Landes und Südostanatolien.

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 Thrakien ist fruchtbar und wird von zahlreichen Wasserläufen durchzogen. Trotzdem wird nur etwa ein Viertel der Region als Ackerland genutzt.

Von den schmalen und hügeligen Küstengebieten am Ägäischen Meer und am Mittelmeer wird nur rund ein Fünftel als Ackerland bewirtschaftet. Im Osten davon, in der Ebene Çukurova, liegt das größte Baumwollanbaugebiet der Türkei. Diese Region ist mit dem Landesinneren durch die Kilikische Pforte (Külek Bogazi) im Taurus verbunden.

Die anatolische Küstenregion erhebt sich direkt von der Schwarzmeerküste zum Pontischen Gebirge. Sie ist vorwiegen schmal und wird auf Grund der steilen Berghänge nur etwa 16 Prozent ackerbaulich genutzt.

Von Westanatolien ist nur knapp ein Fünftel für den Ackerbau geeignet.

Das inneranatolische Hochland mit der Hauptstadt Ankara ist die geographisch größte Region der Türkei und vollständig von Gebirgen umschlossen (höchster Berg ist der Erciyes Dagi mit 3 916 Metern).

Im Hochgebirgsland im Osten der Türkei liegt der 5.122 Meter hohe Berg Ararat (Agri Dagi), an dem nach der Bibel die Arche Noah landete Hier entspringen die Flüsse Tigris (Dicle) und Euphrat (Firat).

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 Der Südosten Anatoliens wird von einem flachwelligen Plateau eingenommen, im Norden, Osten und Westen von Bergen umgeben und ist seit der Antike von großer Bedeutung für die Landwirtschaft.

Einige Flüsse haben Bedeutung für die Erzeugung elektrischer Energie durch Wasserkraft oder liefern das Wasser für Bewässerungsanlagen.

Klima:

Die Türkei hat Anteil an verschiedenen Klimazonen. An den Küsten des Mittelmeeres und der Ägäis herrscht mediterranes Klima mit langen, heißen Sommern und milden, feuchten Wintern. In Istanbul liegt die mittlere Januartemperatur bei 5 °C, die mittlere Julitemperatur bei 22 °C. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt 720 Millimeter. An der Mittelmeerküste und an der Küste der Ägäis fällt knapp die Hälfte des jährlichen Niederschlags in den Monaten Dezember und Januar. Das inneranatolischen Hochland hat kontinentales Klima mit großen Temperaturunterschieden. Die Sommer sind heißer, die Winter wesentlich kälter als an der Küste. In Ankara liegt die mittlere Januartemperatur bei 0 °C, die mittlere Julitemperatur bei 24 °C. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt deshalb nur rund 370 Millimeter und ist somit wesentlich geringer als in den küstennahen Regionen. In der Schwarzmeerregion ist das Klima mild, bei hohen Niederschlägen. Die höchsten Sommertemperaturen der Türkei herrschen in Südostanatolien; im Juli und August liegen sie im Schnitt über 30°C.

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Kultur:

Das Gebiet der heutigen Türkei war die Heimat ethnisch und kulturell unterschiedlicher Volksgruppen. Hier wirkten Hethiter, Phryger, Assyrer, Griechen, Perser, Römer und Araber. Die nomadischen Vorfahren der heutigen Türken kamen im 11. Jahrhundert n. Chr. aus Zentralasien. Heute sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung Türken und etwa 20 Prozent Kurden sowie zahlreiche kleinere Gruppen wie Araber, Griechen, Armenier und Tscherkessen die alle ihre kulturelle Identität weitgehend bewahrt haben.

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Medizin:

Die medizinische Versorgung der sozial schwächeren Bevölkerungsteile wird in der Türkei staatlich finanziert. In ländlichen Gegenden sind medizinische Einrichtungen und medizinisch ausgebildete Fachkräfte knapp. Insgesamt gesehen liegt die Versorgung mit Fachpersonal und Medikamenten unter dem europäischen Durchschnitt.

Bildung:

Seit der ersten Verfassung wurde eine allgemeine Schulpflicht für die Grundschule und der gebührenfreie Besuch aller staatlichen Schulen verankert. Es besteht eine allgemeine Schulpflicht für die Dauer von fünf Jahren. Durch die systematische Förderung des Bildungswesens konnte die Analphabetenrate auf etwa 18 Prozent gesenkt werden. Der Zugang zu den Universitäten der Türkei ist einem strengen Auswahlverfahren unterworfen.

Henrik Gammrath unterwegs in Sachen Kulturaustausch - anklicken = vergrössern 

 

Medien:

In der Türkei werden rund 330 Tageszeitungen publiziert, viele in geringer Auflage. Die einflussreichsten Blätter sind Cumhuriyet, Sabah, Hürriyet, Milliyet und Türkiye; alle aus Istanbul. Zudem erscheinen viele Wochen- und Monatszeitschriften.

Die Regierung betreibt vier nationale Radiosender und fünf Fernsehsender; außerdem sind mehrere private und staatliche Fernsehstationen in Betrieb.

 

 

 

Verwaltung und Politik

Das Mehrparteiensystem wurde 1946 eingeführt. Nach der Verfassung von 1982 ist die Große Nationalversammlung  (Einkammerparlament) das gesetzgebende Organ. Sie besteht aus 550 Mitgliedern, die in direkter Wahl auf fünf Jahre gewählt werden. Regierungschef ist der Ministerpräsident, der die Mehrheitspartei beziehungsweise die Mehrheitskoalition repräsentiert. Staatsoberhaupt ist der vom Parlament für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählte Präsident. Er ernennt den Ministerpräsidenten und auf dessen Vorschlag die Minister. Eine Wiederwahl des Präsidenten ist nicht möglich. Wahlberechtigt sind alle Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. 1934 erhielten die Frauen das Wahlrecht.

Kommunalverwaltung:

Die Türkei ist in 74 Provinzen untergliedert, an deren Spitze ein Gouverneur als Regierungsvertreter steht. Die Provinzen sind in Bezirke und Gemeinden unterteilt. Den Bezirken kommt nur geringe politische Bedeutung zu. Die Gemeinden können Gemeindesteuern erheben und verfügen über weitere Vollmachten auf lokaler Ebene.

Wirtschaft:

Die schnelle Industrialisierung und das Wirtschaftswachstum der achtziger Jahre basierten auf der gezielten Förderung der Wirtschaft durch staatliche Investitionen. Neben Erfolgen bei den Beschäftigungs- und Produktionszahlen verzeichnete die Türkei in der Vergangenheit jedoch auch eine hohe Staatsverschuldung und Inflationsrate.

Etwa die Hälfte aller Erwerbstätigen arbeitet in Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, 30 Prozent im Dienstleistungsgewerbe und 20 Prozent in der Industrie. Über eine Million türkischer Staatsbürger arbeiten im Ausland, insbesondere in Deutschland und Saudi-Arabien.

Der bedeutendste Gewerkschaftsdachverband ist der Bund türkischer Gewerkschaften mit über 1,9 Millionen Mitgliedern. 

Innerhalb der Türkei besteht hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung ein markantes West-Ost-Gefälle zwischen dem industriell geprägten Westen und den agrarisch strukturierten östlichen Landesteilen. Außenwirtschaftlich sucht die Türkei eine engere Einbindung in die Europäische Union und strebt nach stärkerer Einflussnahme im zentralasiatischen und im kaukasischen Wirtschaftsraum.

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Verkehrswesen:

Die staatliche Eisenbahn der türkischen Republik verfügt über ein etwa 10.400 Kilometer langes Schienennetz. Das Straßennetz umfasst rund 60.000 Kilometer, davon zwei Drittel asphaltiert.

Die führenden Häfen sind Istanbul und Izmir; weitere wichtige Hafenstädte sind Trabzon, Giresun, Samsun sowie Zonguldak am Schwarzen Meer und Iskenderun und Mersin im Süden.

Die nationale Fluggesellschaft Turkish Airlines bietet Inlands- und Auslandsflüge an. Internationale Flughäfen befinden sich in Istanbul, Ankara, Adana, Antalya und Izmir.

Währung und Bankwesen:

Währungseinheit der Türkei ist die Türkische Lira, bestehend aus 100 Kurus. 

Außenhandel:

Die jährlichen Importkosten der Türkei sind im Allgemeinen höher als die Exporterlöse, die Handelsbilanz ist dementsprechend negativ. Importiert werden vorwiegend Erdöl, Maschinen, chemische und pharmazeutische Produkte, Düngemittel, Eisen und Stahl sowie Fahrzeuge. Hauptexportgüter sind Textilien, Obst und Gemüse, chemische Erzeugnisse, Metalle, Tabak und Weizen. Der Tourismus ist in der Türkei ein wichtiger Devisenbringer. Die Haupthandelspartner des Landes sind Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Saudi-Arabien, Russland und die USA. Im März 1995 stimmte die Europäische Union (EU) der Aufnahme der Türkei in die Zollunion zu.

Infoquelle: Microsoft® Encarta® 98

© reisejournalist henrik gammrath