Daten des Landes





Kappadokien – Wunder der Natur

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Hier erlebt der Besucher die Spuren einer vieltausendjährigen Geschichte in einer unglaublich vielfältigen bizarren Landschaft.

 

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Die Türkei, ein herrliches Land mit glanzvollen Hinterlassenschaften, ist eine wahre Schatzkammer, deren Reichtümer Ihnen auf Schritt und Tritt eindringlich vor Augen geführt werden. Das Land ist ein Paradies der SONNE, MEERE, BERGE und SEEN. Wer das Leben genießen will, muss bereit sein, seinen "WAY OF LIVE" zu ändern und die Hektik in Europa lassen. Seien Sie großzügig und verständnisvoll, lächeln Sie einfach über Kleinigkeiten und lassen Sie die FASZINATION des Landes auf sich einwirken. Genießen Sie die Jahreszeiten in diesem wunderschönen Land zwischen EUROPA und ASIEN. Ihr Reichtum an ganz unterschiedlichen Landschaften, macht die Türkei zu einem der interessantesten Reiseziele.

Die Türkei, ist das Land, in dem die Menschen warmherzig und gastfreundlich sind, ein Land der Menschen, die Freundschaft und Liebe verschwenden. Sie haben ihre zehntausendjährigen Sitten und Gebräuche, ihre Tradition, ihre Moral und ihre Kultur, die sie aus dem fernen Asien mitgebracht haben. Alle diese hohen Werte der Menschlichkeit sind das Erbe, das liebevoll vom Volk dieses Landes gepflegt wird.

Gewaltige Naturschauspiele, Spuren einer jahrtausende alten Besiedlung und beeindruckende Kulturschätze. Das Innenland der Türkei lockt mit wahrhaft außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten. Die bedeutendsten ältesten Zivilstationen der Erde hatten in ANATOLIEN ihr Stammland. Viele der Städte waren Stationen auf der legendären SEIDENSTRASSE und anderen Handelswegen. Aus der Geschichte ist die Seidenstrasse ein Begriff. Dieser lange Handelsweg führte von China bis nach Europa, komplett durch das Osmanische Reich. Überwiegend wurden Gewürze und Seide nach Europa gebhttp://mbdonline.de/kappakarte.jpgracht. Die Osmanen waren an jedem Transport durch ihr Reich mit Wegezoll und Transitabgaben beteiligt. Immer wieder trifft man auf prachtvolle KARAWANSEREIEN . Die Moscheen und Religionsschulen (Medresen) denen man unterwegs begegnet ( z.B. Konya) gehören zu den vollkommensten Zeugnissen islamischer Kunst.

 

Wir begeben uns mit einer deutschen Reisegruppe auf eine der schönsten Routen in das türkische Innenland. Diese führt von Antalya über das Taurusgebirge in das Hochplateau Konyas, dem antiken "IKONIUM".

Auf der beeindruckenden Route nach Kappadokien, der atemberaubenden Tufflandschaft, passieren wir Ebenen, umgeben von Bergen, an deren Hängen zum Teil noch nomadische Hirten und Teppichweber ihre Zelte aufgeschlagen haben; hier schlägt das Herz der Türkei schon am längsten. Eine wahre Augenweide ist die Farbenpracht der kultivierten Felder, in einer Landschaft, die sich seit jahrtausenden kaum verändert hat- leuchtend weiße Baumwolle-grüne Tabakpflanzen und gelbe Sonnenblumen.

Auf der ehemaligen legendären Seidenstrasse passieren wir KONYA.

KONYA, die grüne Stadt mit ihren breiten Boulevards und plätschernden Springbrunnen ist eine Oase inmitten der riesigen ockergelben Einöde der kargen südwestanatolischen Steppenlandschaft. Ihr besonderer Reiz rührt aus den hübschen Alleen, den Teehäusern und den vielen Obst und Gemüsegärten.

KONYA ist eine der besonders interessanten Städte Anatoliens, weil sie bei aller Modernität eine stark vom Islam geprägte traditionelle anatolische Stadt geblieben ist. Konya wurde im 2.Jh.v.Chr. von den Römern mit dem Namen " IKONIUM" gegründet und ist heute nach ANKARA die zweitgrößte Stadt in Zentralanatolien und die 7 größte in der Türkei.http://mbdonline.de/derwische.jpg

Die Hauptstadt, der anatolischen Seldschuken, ist voller interessanter Beispiele türkisch- islamischer Architektur und aus dieser Zeit sind herrliche und hervorragend restaurierte Bauten zu besichtigen. KONYA gilt als religiöses Zentrum der Türkei, vor allem das als Pilgerort dienende MEVLANA- Kloster um die Grabstätte des Celaleddin Rumi, in dem die tanzenden Derwische die Reisenden früherer Zeit in unglaubliches Staunen versetzten. Die weitläufige Anlagen des Klosterkomplexes ist eines der großen Sehenswürdigkeiten der Türkei.

Auf dem Weg von KONYA nach AKSARAY kommen wir an die SULTANHAN – KARAWANSEREI aus dem Jahre 1229 vorbei, die während der Seldschukenzeit errichtet wurde und zugleich die größte in Anatolien war. Entlang der großen Karawanenrouten, die Kleinasien durchquerten und Europa mit den Märkten Arabiens, Chinas und Indiens verbanden, schufen die Seldschuken in Abständen von ca. 30 km ein wohldurchdachtes Netz sicherer Unterkünfte. Auf der etwa 400 km langen Strecke zwischen KONYA und KAYSERI liegen alleine 24 solcher Karawansereien, von denen einige noch gut erhalten sind; sie bieten u.a. einen Einblick in den Komfort, der Reisenden vor gut 700 Jahren geboten wurde.

Die reizvolle Landhttp://mbdonline.de/konja.jpgschaft Kappadokiens zählt sicherlich zu den faszinierendsten Sehenswürdigkeiten der Welt; vulkanische Bergkegel, tiefeingegrabene Flusstäler und Schluchten, weichgerundete grünbraune Gebirgsbrücken, leicht hügelige Ebenen. Der Sockel zentralanatolischen Hochebene liegt bei etwa 1000 m, mit einigen Absenkungen bei Ankara und bei dem Salzsee TUZ GÖLÜ

Erlebnishöhepunkt ist aber zweifellos die in ihrer Art absolut einmalige Tufflandschaft, sie steht auf der UNESCO Liste des KULTURERBES der Menschheit und bietet dem Kappadokien Besucher auch die Gelegenheit, gute Beispiele der seldschukischen und osmanischen Architektur zu betrachten.

Kappadokien ist vor allem bekannt für seine Lavalandschaft, die im Lauf der Jahrtausende durch Erosion geformt wurde. Hier fanden HIRTEN-EINSIEDLER und MÖNCHE Schutz. Im 4.Jh. war dieses Gebiet Anatoliens Mittelpunkt der Christianisierung.

Die von den Römern bedrohten Menschen bauten ihre klösterlichen Anlagen in den weichen Tuffstein. Man schätzt dass es mehr als 600 in Felsen gehauene Kirchen in Kappadokien gibt. Die in diesen Räumen entstandenen Fresken haben bis heute nichts von ihrer Farbenpracht verloren.

Als im 7. Jh. arabische Raubzüge das Leben unmöglich machten, entstanden viele unterirdische Städte.

Niemand weiss genau, wann die unterirdischen Städte Kappadokiens erbaut wurden. Es gab sie sicherlich bereits im 5.Jh.v.Chr. Bisher wurden eine Vielzahl dieser Städte entdeckt. Einige davon in jüngster Zeit. Man geht davon aus, dass die meisten untereinander verbunden waren, obwohl es schwierig ist, diese Verbindungen zu finden. Es entstanden weitverzweigte Städte, die man auf ebenem Boden nicht bemerken kann.

http://mbdonline.de/uschi.jpgIm Tal von GÖREME sehen wir die ältesten Wohnstätten von Menschen, die dort vor ca. 5000 Jahren in den Felsen angelegt wurden. Hier entstanden ganze Städte mit Vorratslagern, Tierställen, Schlafräume, Gemeinschaftsräumen und Küchen. In diesen Wohnungen fanden die Christen , durch die Natur gut versteckt, zu religiösen Gemeinschaften zusammen und waren so sicher vor Verfolgungen.

Die bekanntesten sind : KAYMAKLI und DERINKUYU. Die beiden unterirdischen Städte, deren Ausgänge mit Mühlrad ähnlichen Steinen verschlossen werden konnten, waren u.a. mit einem raffinierten Verteidigungs- und Belüftungsmechanismus ausgestattet und boten so Schutz bei einer Belagerung der Stadt.

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 KAYMAKLI ist mit 8 Stockwerken eine der größten unterirdischen Städte, die sich über eine Gesamtfläche von etwa 4 qkm ausdehnt.

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Besucher können allerdings nur etwa 10 % der Stadt besichtigen, da sie höchstens 5 Etagen hinabsteigen können. Die unterirdische Stadt, von der man annimmt, dass sie eine Bevölkerung von einigen tausend Menschen hatte, wurde im Jahr 1964 für den Besucher eröffnet.

Die Sehenswürdigkeiten der Türkei Figuryen sowohl in der Wirklichkeit als auch in der Literatur, wenn auch schon weniger in Wirklichkeit.

http://mbdonline.de/touris.jpgSchließlich gibt es noch Sehenswürdigkeiten, über die aber so wenig bekannt sind, dass nicht darüber geschrieben worden ist.

Man denkt besonders an die "Tufflandschaft" die "MÄRCHENWELT VON GÖREME" in der nähe von KAYSERI. Sie liegt in den ockergelben Weiten unter tiefblauem Himmel, wo der majestätische ERCIYES DAG, der Argaens des Altertums, einst ein Vulkan, jetzt mit seiner gleichmäßig ansteigenden Häufung von Hügeln ein Musterberg, als allgegenwärtiger Zeuge des Lebens in diesem Lande über allem thront.

Göreme ist 10 km von Nevsehir entfernt in einem von NEVSEHIR, ÜRGÜP und AVANOS gebildeten, von Tälern umgebenen Dreieck. Im frühen Mittelalter war Göreme für das Christentum von Großer Bedeutung und vom 11.bis 13. Jh. ein Bischofssitz.

Die von den Orten ÜRGÜP und GÖREME begrenzte und schönste Landschaft Kappadokiens wird zunehmend zum Ziel der Touristen. Viele von ihnen steigen in ÜRGÜP ab, um von dort aus, die umliegenden Täler , Orte und Kirchen zu entdecken. Hunderte der Gotteshäuser gibt es im Umkreis und die schönsten liegen im GÖREME TAL. 

 

Das Areal aus der Blütezeit des byzantinischen Reichs diente den Mönchgemeinschaften des frühen Mittelalters als Wirkungsstätten. In den Felswänden entstanden zahlreiche Kirchen und Klosteranlagen.

http://mbdonline.de/kirche3.jpgIm Innern sind die Kirchen mit farbenfrohen Fresken geschmückt. Diese zeigen Jesus und das Leben der Menschen in seiner Umgebung. Viele von ihnen tragen- wie die meisten christlichen Kirchen in Kappadokien- auf bestimmte der Gotteshäuser bezogene Namen. Die älteste Höhlenkirche stammt aus dem 5 Jh.

Architektur und Ausmalung der Kirchen sind derart einzigartig, dass sie zum UNSCO WELTKULTURERBE zählen.

Das Göreme Museum besteht aus steil abfallenden Kliffe und vielen versteckten Kirchen, die aus der zweiten Hälfte des 9 Jh. stammen. Man kann auf kleinstem Raum zu Fuß von Kirche zu Kirche wandern. Über ausgewaschene Stufen steigt man dort ins GELBE GESTEIN und findet sich plötzlich zwischen den Aposteln und Heiligen wieder.

http://mbdonline.de/kirche2.jpgBemerkenswert sind die TOKALI KILISE (gegürtete Kirche), die ELMALI KILISE (Schlangen Kirche), die CARIKLI KILISE ( Sandalen Kirche) und die MERYEMANA KILISE (Kirche der Mutter Gottes) mit recht gut erhaltenen Wand und Deckengemälde.

Die heiligen Stätten begeistern die Besucher, die in die Kirchen von Kappadokien kommen. Jedes Jahr pilgern Touristen in die bekanntesten Orte, wie GÖREME- AVANOS und ÜRGÜP . Nicht weit davon trifft man auf das unberührte Kappadokien, wie SOGANLI und das IHLARA-TAL, dessen reich verzierte Felsspalten einsam und fast vergessen in einer urzeitlichen Landschaft stehen.

Kappadokien ist prall mit Geschichte gefüllt, vor allem aber vom Christentum geprägt. Heute ist es für den Fremdenverkehr die am besten erschlossene und am meisten besuchte Gegend im kargen Hochland Zentralanatoliens.

http://mbdonline.de/geschirr.jpgAVANOS steht auf dem Besucherprogramm. Hier handelt es sich um eine kleine Stadt, die berühmt für ihre Töpfereien und Teppiche ist. Sie wurde entlang den Ufern des KIZILIRMAK (Roter Fluss) errichtet, dem mit 1355 km längsten Fluss. Sein Wasser ist gefärbt durch Kappadokiens reicher Lehmablagerungen, daher der "Rote Fluss".

Wir machen einen Abstecher in eine Töpferei. Rasend rotiert die Töpferscheibe, während nasse lehmige Hände aus einem runden Tonklumpen die Wände eines Gefäßes hochziehen. Die Ateliers sind voller Touristen, die auch schon einmal selber an der Töpferscheibe sitzen und ihr Talent erproben. Natürlich dürfen sie ihr Werk behalten. Ein Bild das in AVANOS häufig zu sehen ist.

http://mbdonline.de/teller.jpgGäbe es GALIP nicht, wäre AVANOS vielleicht einer der vielen namenlosen Orte der Türkei, in denen Ton verarbeitet wird. Galip ist ein Original und wer Avanos sagt, meint Galip. Das besondere an diesen eigenwilligen Töpfer : Er sammelt FRAUENLOCKEN. Touristinnen, die seine Werkstatt besuchen, lassen sich gerne eine Strähne abschneiden. Galip versieht sie mit einem Adressenzettel der Spenderin und hängt sie zu den anderen haarigen Sammlerobjekten, die inzwischen die Ecken einer Tuffsteinhöhle, dem einzigen FRAUENHAARMUSEUM der Welt, füllen.

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Hier zeigt sich dass Tourismus auch sanfte Wege gehen kann. Trotz der Touristenbusse blieb der Ort fast unverändert, denn die Menschen von AVANOS schätzen ihr einfaches Leben, um das sie so manche Besucher beneiden. In den Andenkengeschäfte fallen die liebevoll hergestellten Handarbeiten ins Auge, besonders die aus dem regionalen ONYX-STEIN. Lustige bunte Trachtenpuppen hängen an jeder Ecke, sowie Tongefäße aller Art sind beliebte Geschenkartikel, von dem kappadokischen Wein ganz zu schweigen.

  

   

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Am letzten Abend, bevor wir Kappadokien auf Wiedersehen sagen, besuchen wir einen türkischen Folkloreabend. Unser Gastgeber ist Yasar Ertan. Sein Lokal, das bekannte YASAR BABA Restaurant , etwa 3 km hinter Ürgüp gelegen, liegt in einem Tuffsteinkegel, 9 m unter der Erdoberfläche. Es ist sehr geschmacksvoll eingerichtet und ein traditionelles Familienunternehmen, das sich mit Folklore-Veranstaltungen für den Tourismus in Kappadokien einsetzt.

  

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Eine große Anzahl der Kostüme und Tänze stammen aus der Zeit, als die Osmanen aus den weiten Steppen Zentralasiens in das Gebiet der heutigen Türkei gezogen sind. Neben den verschiedenen folkloristischen Tänzen wird u.a. eine türkische Hochzeitsvorbereitung und den Tanz um das obligatorische Hochzeitsfeuer (unter Einbeziehung des Publikums) präsentiert (letzteres findet oberhalb des Lokales statt. 

 

Glänzender Höhepunkt ist ein von der Decke heruntergelassener Käfig mit einer Bauchtänzerin. 

 

Am anderen Morgen ging die Reise zurück nach Antalya.

 

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Es wurde noch ein Abstecher in einem Ledermoden Unternehmen in Antalya, naturel GROUP, eins der größten Unternehmen in der Türkei gemacht. Zur Einstimmung präsentierte man uns eine Modenschau, mit einem Querschnitt der aktuellen Ledermode. Vorgeführt wurde diese von gut aussehenden Modells des Hauses naturel Group.

 

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Jacken, Mäntel, Kostüme, Röcke und Hosen gehören zu den typischen Mitbringsel aus der Türkei, denn in diesem Land, in dem sehr viel Schafzucht betrieben wird, zählt die Lederverarbeitung zu den bedeutensten Industriezweigen. Die Auswahl ist ungewöhnlich groß und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

In hellen freundlichen Verkaufsräumen über mehrere Stockwerke, stehen gut ausgebildetes deutschsprechendes Verkaufspersonal beratend zur Verfügung. Es lohnt sich, jede Art von Lederartikeln zu kaufen. Nicht hartes Leder ist qualitativ und stabiler, sondern weiches Leder ist zu bevorzugen. Ein Besuch ist auf alle Fälle lohnenswert.

Beste Reisezeit für Rundreisen und Besichtigungen sind im Frühjahr und Herbst.

Die Türkei ein Land, in das man mehr als einmal reisen sollte, die Vielseitigkeit der Landschaft wie die Kultur machen den besonderen Reiz des Landes aus. Sie ist ein ideales Reiseland- auch weil die Menschen hier ihre Gäste mit besonderer Herzlichkeit empfangen.

 

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"Du kommst als Fremder und gehst als Freund"

So lautet ein türkisches Sprichwort. Hiermit ist die weltbekannte herzliche Gastfreundschaft der Türken gemeint.


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Teppichknüpferei

Auf dem Besichtigungsprogramm steht der Besuch eines Teppichknüpfzentrum in Avanos/ Nevsehir.

Nach der freundlichen Begrüßung, in deutsch, durch den zweiten Direktor des Knüpfzentrums wurden wir in einem Schnelldurchgang in das Geheimnis der Färbung und Teppichherstellung eingeführt.

 

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Das Knüpfen von Teppichen ist eine sehr alte orientalische Handwerkskunst. Sie wird fast ausschließlich von Frauen und jungen Mädchen ausgeübt. Als Material für die Teppichknüpferei wird neben Wolle , Baumwolle, auch Naturseide verwendet. Fasern, die mit natürlichen Pflanzenextrakten gefärbt werden, sind wertvoller als solche , die mit Anilinfarben behandelt wurden.

Die meisten türkischen Teppiche werden mit dem doppelten, sogenannten Gördes- Knoten geknüpft. Eine Ausnahme sind Teppiche aus Sparta und Kayseri, wo der persische oder Sehna - Knoten zur Anwendung kommt. Die besten und wertvollsten Seidenteppiche kommen aus Hereke , ca.70 km südöstlich von Istanbul. Hereke ist berühmt für seine Seidenteppiche. Die sogenannten ÖZIPEK, zählen zu den teuersten Teppichen die es gibt. Sie werden auch als sogenannte = Aktie = gehandelt. Es wurden 3 wunderschöne Özipek Seidenteppiche aus Hereke kreiert.
 

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Diese wertvollen, unvergleichlichen und ästhetischen "ÖZIPEK" Teppiche sind aus allerbester Bursa- Kokonseide, mit welcher man in der Antike sogar Marmorblöcke kleingeschnitten hat, hergestellt.

Werkstätte: Familie Özipek( Weltrekord des weltfeinsten Seidenteppichs im Guinness- Buch der Rekorde, Hereke Türkei.

Türkische Teppiche sind auf dem Weltmarkt sehr gefragt und eine wichtige Stütze der nationalen Wirtschaft.

Die Qualität der Knüpfarbeit ist an der Rückseite zu erkennen. Farben und Muster der Teppiche sind nach Herstellungsgebieten verschieden, bei denen ethnische Herkunft, Geschichte, Religion, Brauchtum und Landschaft bestimmen.

 

Wir möchten Ihnen einen ganz besonderen Teppich vorstellen, den

 


http://mbdonline.de/teppich6.jpgÜ r g ü p

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Größe 2.13x 1.25

Knotenanzahl 37x47 pro dm

Knotenart - Gördes - 

Anzahl der Farben = 8

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Ürgüp ist heute ein Landkreis in der Provinz Nevsehir. Damit hat er, seit der Gründung der Republik Türkei nach Perioden des Anschlusses an Kayseri bzw. Kirsehir zum dritten Mal seine kommunale Zugehörigkeit gewechselt. Ürgüp ist eines der bekanntesten Zentren der Teppichherstellung in Zentralanatolien. Die Geschichte seiner Teppiche ist jedoch relativ jung. Im Hinblick auf Material und kompositorische Merkmale gehören sie ins 19. und 20. Jh.. Die Teppichknüpferei gewann mit der Niederlassung einer britischen Firma in diesem Gebiet gegen Ende des 19. Jh. an Auftrieb. Daran hatte insbesondere die Gründung einer Teppichmanufaktur großen Anteil. Die auffälligsten Merkmale von Ürgüp- Teppichen sind ihre Mustergestaltung, die Farbgebung und das verwendete Material. Es besteht eine innere Verwandtschaft zu den Produkten aus den nahe gelegenen Ortschaften Kayseri, Kirsehir und Nigde. Häufig sind Muster mit sogenanntem offenen oder gedeckten Spiegel. Charakteristisch sind naturalistische Blumendarstellungen und Rosenmotive. Die Verwendung von Rosen als Ornamente ist auf europäischen Einfluss zurückzuführen. Motive und Mustergestaltung sind ein Ergebnis dieser Einwirkungen auf die osmanische Kunst im 19.Jh. . Darüber hinaus fahnden bildliche Darstellungen Eingang in die Teppiche. Das abgebildete Exemplar gehört in diese Gruppe. Die Ähnlichkeit mit Kayseri- Teppichen vom gleichen Typ ist leicht zu erkennen. Im Hinblick auf die verwendete Farbpalette besteht Verwandtschaft zu den Knüpfereien aus Nigde und Fertek. Außer dem grauen Farbton, der im Fond von Seccades eingesetzt wird, sind gelb und orange typisch für Ürgüp Teppiche.

 

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© reisejournalist henrik gammrath